
EHC Essen setzt auf erfahrenen Trainer
Der neue EHC Essen (Ruhr) treibt seinen Neuaufbau weiter voran. Nachdem sich der Verein nach dem Aus der Eagles Essen-West gegründet hat, folgt jetzt der nächste wichtige Schritt: Sergej Hatkevitch übernimmt die Aufgabe des Headcoaches. Er gilt als einer der erfahrensten Nachwuchstrainer im Essener Eishockey und wird künftig nicht nur die erste Mannschaft in der Bezirksliga betreuen, sondern auch die sportliche Entwicklung des gesamten Vereins – vom Nachwuchs bis in den Seniorenbereich – mitgestalten.
Noch ist Hatkevitch bei den Eagles Essen-West angestellt. Sobald dort das Insolvenzverfahren läuft – spätestens aber zum Start der Bezirksliga-Saison im Oktober – soll er fest zum EHC Essen wechseln. Das bestätigt der zweite Vorsitzende Stefan Pehlivanidis im Gespräch mit Radio Essen.
Für den Verein steht dabei vor allem die Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt:
„Unser Ziel ist klar: Eine gemeinsame Ausbildungsphilosophie. Individuelle Förderung jedes Kindes. Unterstützung unserer ehrenamtlichen Trainer. Ein durchgängiger Weg vom ersten Schritt auf dem Eis bis in die 1. Mannschaft.“, schreibt der EHC Essen auf Facebook.
Hatkevitch wird dabei nicht allein für das Training verantwortlich sein. Auch künftig sollen ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer die einzelnen Mannschaften betreuen. Der neue Headcoach soll sie dabei fachlich begleiten und unterstützen. Ziel des Vereins ist es, dass jede Mannschaft von mindestens zwei Trainerinnen oder Trainern betreut wird.
Nach Angaben des EHC wird der Ausbau der Vereinsstrukturen durch mehrere Sponsoren ermöglicht, die bewusst in die Zukunft des Eishockeystandorts Essen investieren. Der Verein war erst von Eltern ehemaliger Spieler der Eagles Essen-West gegründet worden, um Kindern und Jugendlichen das Eishockey- und Skaterhockeyspielen in Essen weiter zu ermöglichen.
EHC Essen bereitet sich auf die erste Saison vor
Für den EHC Essen (Ruhr) beginnt die erste Saison in der Bezirksliga voraussichtlich im Oktober. Bevor es in den Ligabetrieb geht, stehen aber zunächst die Vorbereitungen an. Die Eissporthalle Essen-West soll im September nach der Sommerpause wieder öffnen. Dann starten voraussichtlich auch die ersten Trainingseinheiten und Vorbereitungsspiele. Wie viele Testspiele stattfinden und zu welchen Zeiten der Verein künftig auf dem Eis trainieren wird, steht allerdings noch nicht endgültig fest. Nach aktuellem Stand wird der EHC Essen die bisherigen Eiszeiten der Eagles Essen-West übernehmen. Die Eissporthalle teilt sich der Verein wie bisher unter anderem mit dem Eiskunstlauf. Gerade deshalb war die Verpflichtung von Sergej Hatkevitch für den Verein besonders wichtig. Durch die unterschiedlichen Trainingszeiten der Mannschaften brauche der EHC einen hauptamtlichen Trainer, der alle Teams koordinieren und die ehrenamtlichen Trainer unterstützen kann.
Bis zum Saisonstart gibt es für den neuen Verein aber noch viel zu tun. Aktuell laufen unter anderem die Zusammenstellung der Mannschaften, die Saisonplanung, die Vermarktung des Vereins sowie die Organisation der Heimspieltage. Auch Sponsoren, Werbeflächen und der Ordnungsdienst gehören zu den Themen, an denen der EHC derzeit arbeitet.
Auch langfristig gibt es Bewegung beim Thema Eishockey in Essen. Die Stadt plant weiterhin den Bau einer neuen Eissporthalle. Die Machbarkeitsstudie dazu soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 vorgestellt werden. Bislang wurde dabei noch kein konkreter Standort festgelegt.