
Wo kommen die neuen Werkstätten in Essen hin?
"Aus vier mach eins" - In Essen sollen bald alle Werkstätten der Theater und Philharmonie unter einem Dach zusammen kommen. Bisher gab es vier Werkstattbereiche. Der Malsaal, die Plastikerwerkstatt, die Dekorateurwerkstatt, die Schreinerei und auch die Schlosserei ziehen an die Econova-Allee nach Bergeborbeck. So sollen die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden verbessert und die Wege kürzer werden. In der neuen Halle können zum Beispiel die Bühnenbilder für Produktionen des Aalto-Theaters und des Grillo-Theaters vollständig konstruiert und aufgebaut werden, weil die Decken hoch genug sind. Auch die Container, in denen die Bühnenbilder lagern, können in Zukunft im Gebäude untergebracht werden. So sind sie besser vor dem Wetter geschützt. In der Vergangenheit habe es immer wieder witterungsbedingten Materialschäden gegeben.
„Mit den neuen zentralen Theaterwerkstätten schaffen wir moderne und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Theater und Philharmonie Essen. Gleichzeitig stärken wir die infrastrukturellen Voraussetzungen für die künstlerische Arbeit unserer Bühnen. Die Bündelung der Werkstätten an einem Standort ermöglicht effizientere Abläufe, mehr Flexibilität und bessere Produktionsbedingungen. Dieses Projekt ist ein wichtiges Signal für den Kulturstandort Essen und ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Theaterlandschaft“, sagt Essens Oberbürgermeister und Vorsitzender des TUP-Aufsichtsrats Thomas Kufen.
Die Schreinerei und die Schlosserei waren bisher im Aalto-Theater und an der Hafenstraße untergebracht.
Was passiert mit den alten Räumlichkeiten in Essen?
Die Hallen an der Hafenstraßen seien ursprünglich als Übergangslösung gedacht gewesen, am Ende wurden sie insgesamt rund 30 Jahre genutzt. Mittlerweile ist das Dach undicht und auch die Lüftung sei in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Die Räume, die jetzt im Aalto-Theater frei werden, können in Zukunft als Proberäume genutzt werden.
Das Projekt wird von der Essener Wolff Gruppe gesteuert, die unter anderem den Umbau Philharmonie Essen sowie den Alt- und Neubau des Museum Folkwang realisiert hat. Bis Sommer 2027 soll das Projekt abgeschlossen sein.