Neue Corona-Regeln für Essen: Das gilt ab Montag!

Essen zieht aufgrund der hohen 7-Tage-Inzidenz die Corona-Notbremse. Sie gilt ab Montag. Allerdings in etwas abgeschwächter Form.

Die Stadt Essen gehört zu den Kommunen in NRW, die an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz überschritten hat. Sie liegt aktuell wieder über 100. Deshalb wird ab Montag (29.03.) die Notbremse im Kampf gegen die Corona-Pandemie gezogen. So steht es in der neuen Allgemeinverfügung vom Land.

Die Notbremse wird aber auch in Essen etwas abgeschwächt. Damit Geschäfte, Baumärkte und körpernahe Dienstleistungen nicht wieder komplett schließen müssen, soll es eine Teststrategie geben. In der Praxis heißt das: Ab Montag brauchen Essener:innen ein negatives Corona-Schnelltestergebnis, um zum Beispiel Shoppen gehen zu können. Damit ist dann Click & Meet weiterhin möglich, die Beschränkung der Personenanzahl in den Geschäften bleibt. Supermärkte und Geschäfte des täglichen Bedarfs können auch weiterhin ohne Corona-Schnelltest besucht werden.

Darüber hinaus darf sich ab dem 29. März im öffentlichen Raum noch ein Hausstand mit maximal einer Person aus einem anderen Hausstand treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Zu Ostern gibt es eine Sonderregelung: Vom 1. April bis einschließlich 5. April dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Die neue Coronaschutzverordnung gilt zunächst bis zum 18. April.

Essen beschließt zusätzliche Corona-Maßnahmen

Parallel zu den flächendeckenden Testungen wird für Essen eine zusätzliche Maskenpflicht im öffentlichen Raum beschlossen. Auch sie wird in die neue Allgemeinverfügung mit aufgenommen. In der Innenstadt sowie einzelnen Straßen in den Zentren von Borbeck, Steele, Altenessen, Rüttenscheid, Werden und Kettwig muss ab Montag Maske getragen werden. In den kommenden Tagen sollen entsprechende Beschilderungen angebracht werden. Hier gibt es die Bereiche schon zum Nachlesen. Die Stadtbücherei stellt wieder auf den Bestell- und Abholservice um. Dort gibt es nicht genug Mitarbeiter:innen, um den Zugang nur mit negativem Test zu kontrollieren.

Neue Corona-Regeln für Essen: Das sagt der Einzelhandelsverband

Dass der Einzelhandel in Essen durch die Corona-Pandemie stark gebeutelt ist, ist schon länger bekannt. Sorgen gab es deshalb vor einer harten Notbremse. Umso größer ist die Erleichterung, dass die Geschäfte geöffnet bleiben dürfen - auch wenn nur mit Testungen. "So ist es besser, als komplett geschlossen zu haben und maximal Click & Collect anbieten zu können", erklärte Marc Heistermann vom Einzelhandelsverband gegenüber Radio Essen. Trotzdem sei die Lösung nicht sehr zufriedenstellend, weil der Einzelhandel schließlich kein Infektionsort im klassischen Sinne sei, heißt es.

Museen in Essen weiter geöffnet

Die großen Museen in Essen bleiben weiter geöffnet. "Die zahlreichen dankbaren Reaktionen unserer Besucher in den letzten zwei Wochen haben uns gezeigt, dass der Zugang zu Kunst und Kultur gerade in diesen Zeiten für viele Menschen eine besondere Bedeutung hat", sagt Peter Gorschlüter, Direktor des Folkwang Museum. Wer das Museum besuchen will, braucht einen Termin und muss beim Einlass einen bestätigten aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Gleiches gilt im Ruhrmuseum, dem Phänomania Erfahrungsfeld und dem Rd Dot Design Museum auf Zollverein.

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