
Nach Brandstiftung in Essen: Landgericht spricht Urteile in gleich zwei Fällen!
Ein junger Mann zündet in Essen seine Wohnung an. Und in einem anderen Stadtteil legt ein Mann Feuer unter einem schlafenden Obdachlosen an einer Bushaltestelle. In beiden Fällen hat das Landgericht Essen jetzt die Urteile gesprochen.
Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 14:51
Feuer in Essen gelegt – Gericht urteilt in zwei Fällen
Zwei besonders heftige Fälle von Brandstiftung sind am Montag (11. Mai) Thema vor dem Landgericht Essen gewesen. In Holsterhausen hat vor zwei Jahren ein junger Mann seine Wohnung an der Cäcilienstraße angezündet. Er hatte Alkohol getrunken und Kokain genommen. Außerdem hatte er mehrere Videos von dem Feuer bei Snapchat hochgeladen. Das hat jemand gesehen und ihn aus der Wohnung geholt. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits bewusstlos. Der junge Mann wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt. Wie in solchen Fällen üblich, soll er nun mithilfe von Sozialarbeitern auf einen besseren Weg gebracht werden.
Bewährungsstrafe nach Feuer unter schlafendem Obdachlosen in Essen
Im zweiten Fall, der am Landgericht in Essen verhandelt wurde, ging es um einen jungen Mann, der im September unter einem schlafenden Obdachlosen an der Bushaltestelle „Burgruine“ in Burgaltendorf ein Feuer angezündet hat. Dem Obdachlosen ist nichts passiert – er wurde rechtzeitig durch den Brandgeruch wach. Das brennende Zeitungspapier lag in der Nähe seines Kopfes. Der Angeklagte hat eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren bekommen und muss nicht ins Gefängnis. Er hat sich im Gerichtssaal entschuldigt und erklärt, er habe den Obdachlosen nicht umbringen wollen. Auch das Gericht urteilte, dass eine Tötungsabsicht nicht festzustellen war. Auslöser für die Tat war ein Streit um eine ausgeliehene Powerbank. Der Obdachlose wurde körperlich nicht verletzt, die Tat hat ihn aber psychisch stark belastet.