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Nach Brandserie in Essen: Mann muss vor Gericht!
© Olaf Fuhrmann/FUNKE Foto Services
Landgericht Essen
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Nach Brandserie in Essen: Mann muss vor Gericht!

Über ein Jahr lang soll er immer wieder Feuer in Essen gelegt haben: Ab Mittwoch (13. Mai) muss sich ein 37-Jähriger deshalb vor dem Landgericht Essen verantworten.

Veröffentlicht: Dienstag, 12.05.2026 12:09

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Mülltonnen und Container in Essen in Flammen: So lautet die Anklage!

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Mülltonnen und Müllcontainer stehen in Flammen – das ist in den letzten eineinhalb Jahren immer wieder in Essen passiert. Laut Anklage soll der 37-Jährige zwischen Ende September 2024 und Anfang November 2025 mehrere Brände gelegt haben. Ihm werden schwere Brandstiftung, Brandstiftung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Taten sollen an insgesamt fünf Abenden und Nächten passiert sein: In der Nacht zum 1. Oktober 2024 soll der Essener zwei Mülltonnen, einen Müllcontainer und ein Kleinkraftrad angezündet haben. Das Fahrzeug brannte damals komplett aus. Außerdem wurden eine Hausfassade, Balkone und ein Elektro-Krankenfahrstuhl beschädigt. Anfang April 2025 soll der Angeklagte eine Mülltonne auf dem Gelände einer Tankstelle angezündet haben. Im Juli und Oktober haben drei weitere Mülltonnen gebrannt. Außerdem soll der Angeklagte Dämmmaterial auf einem Gehweg angezündet haben.

In der Nacht vom 8. auf den 9. November vergangenen Jahres hat es dann mehrere Brände im Stadtgebiet gegeben, vor allem in Altenessen. Zuerst soll der 37-Jährige ein Auto auf dem Gelände eines Autohändlers angezündet haben. Danach sollen Holzbalken und Müll im Hof eines Malerbetriebs gebrannt haben. Dabei wurden Fensterscheiben, eine Glastür und die Fassade beschädigt. Anschließend soll der Angeklagte Feuer in dem Keller eines Mehrfamilienhauses gelegt sowie erneut mehrere Mülltonnen und Müllcontainer angezündet haben.

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Tatverdächtiger in Essen nach mehreren Bränden festgenommen

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Die Feuerwehr Essen konnte durch ihren schnellen Einsatz bei allen Bränden Schlimmeres verhindern. Die Polizei Essen ging früh von Brandstiftung aus und richtete eine Ermittlungskommission ein. Die Ermittler befragten zahlreiche Zeugen und werteten Videomaterial aus. So kamen sie auf einen Tatverdächtigen. Der damals 36-jährige Mann wurde Mitte November in seiner Wohnung festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts vor, weshalb er direkt in Untersuchungshaft kam.

Insgesamt sind acht Prozesstage geplant. Ein Urteil soll Anfang August fallen.

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