
Urteil in Essen nach Messerattacke
Im Februar kam es in Essen im Stadtteil Kray zu einem erschreckenden Ende eines Eifersuchtsdramas. Eine 44-jährige Frau war am späten Abend in Essen-Kray auf offener Straße mit einem Messer auf eine andere Frau losgegangen. Dabei handelte es sich um die neue Freundin ihres damaligen Ehemanns. Schon kurz nach dem Vorfall vermutete die Polizei, dass der Angriff geplant war. Die Angeklagte trug zum Tatzeitpunkt eine medizinische Maske und Handschuhe und stach unvermittelt auf das Opfer ein. Am Landgericht in Essen ist am Dienstag (02. Dezember) ein Urteil gefallen. Die 44-jährige Frau wurde wegen Mordes aus niederen Beweggründen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Motiv Eifersucht zählt in diesem Fall zu "niederen Beweggründen", erklärt ein Sprecher des Landgerichts auf Radio Essen-Nachfrage. Ebenfalls wurde das Merkmal "Heimtücke" festgestellt, da die Angeklagte unvermittelt und plötzlich auf ihr Opfer losgegangen sei. Dafür muss sie lebenslang ins Gefängnis. Bewährung sei erst nach mindestens 15 Jahren und nur unter sehr bestimmten Umständen ein Thema.