
Was wollen in Essen die Altendorfer erreichen?
Der Stadtteil Altendorf in Essen hat nicht den besten Ruf. Deswegen haben sich vor drei Jahren Altendorfer aus den verschiedenen Gemeinden und Religionsgemeinschaften, aus Vereinen, der Politik und aus dem Stadtteil zusammen gesetzt und überlegt, was sie machen können, um das zu ändern. Zuerst mussten sich alle erst einmal besser kennenlernen. Bei einem großen Treffen in der Gesamtschule Bockmühle wurde schnell klar, dass alle ihre eigene Geschichte haben, aber auch vieles, was sie miteinander verbindet. Gemeinsam wollten sie neue Regeln für das Miteinander in Altendorf aufstellen. Darüber wurde auch in den Schülerparlamenten an der Bodelschwingschule, der Hüttmannschule und an der Gesamtschule Bockmühle diskutiert. Das Ergebnis sind sieben Regeln für das Miteinander in einfacher Sprache.
Wie lauten die Regeln in Essen in Altendorf?
Die 7 Regeln in Essen wurden von den Altendorfern auf bunte Plakate gedruckt. Die Plakate werden jetzt überall in den Gemeinden und Vereinen verteilt, damit jeder und jede sie kennt.
- Regel 1: RESPEKT Ich respektiere alle Menschen.
- Regel 2: VIELFALT Ich gehe freundlich mit allen Menschen um.
- Regel 3: ZUSAMMENHALT Ich bin friedlich und fair. Ich helfe anderen.
- Regel 4: DIALOG Ich kläre Streit durch ein Gespräch, nicht durch Gewalt.
- Regel 5: ÖFFENTLICHER RAUM Ich halte meine Umgebung sauber. Ich achte den Besitz von anderen.
- Regel 6: RELIGIONSFREIHEIT Ich respektiere, was andere glauben.
- Regel 7: VERSTÄNDIGUNG/SPRACHE Ich spreche oder lerne Deutsch.
Wie geht es in Essen in Altendorf weiter?
Die 7 Regeln in Essen sollen immer wieder in Altendorf in den Schulen zum Thema werden. In den Vereinen soll darüber gesprochen werden. So sollen alle die Regeln nicht nur kennen, sondern sie auch leben. Die Gruppe, die die Regeln aufgestellt hat, will ihre regelmäßigen Treffen fortsetzen.
Hier sind unterschiedliche Religionsgemeinschaften, wie die evangelische Lutherkirchengemeinde Altendorf und die katholischen Pfarrei St. Antonius, die afghanische Moscheegemeinde, die Alevitische Gemeinde, die DITIB-Gemeinden und weitere Vereine wie der Afrika Kultur und Wohlfahrt e.V., der Altendorfer Bürgerverein, die Frauengruppe aus dem BlickPunkt 101, der Hiya e.V., die Islamische Elterninitiative, die Männergruppe Altendorf, der Muslimische Kulturverein e.V. und auch Vertreter vom Diakoniewerk Essen, der Stadt Essen aus dem Stadtteilzentrum "kreuz + quer" und Vertreter aus der Politik dabei. Gemeinsam vertreten und erreichen sie so mehrere tausend Menschen in Altendorf. Im nächsten Schritt sollen auch die Sportvereine angesprochen werden.