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Letzter Verein in Essen spielt auf Asche
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
Hier spielt und trainiert des SV Kray 04
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Letzter Verein in Essen spielt auf Asche

In Essen kickt nur noch der SV Kray 04 auf Asche statt auf Kunstrasen. Der Verein hat sich damit abgefunden und verkauft jetzt sogar Asche im Glas.

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Verein in Essen will durch Asche-Aktion auf Tradition aufmerksam machen

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Um auf die Lage aufmerksam zu machen und um etwas Geld einzunehmen, hat sich der SV Kray 04 etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: Der Verein füllt Asche von seinem Platz in kleine Marmeladengläser ab und verkauft sie. Die Aktion soll zeigen, wie sehr der Klub an seiner Geschichte hängt. Für den Verein ist die Verbindung zur Asche kein Scherz, sondern ernst gemeint - Fußball auf Asche gilt dort als Stück echter Ruhrgebiets-Tradition. Auch wenn Kunstrasen schon schön wäre, sagen die Hobby-Kicker. Etwa eine Million Euro kostet ein Kunstrasenplatz inzwischen. Der SV Kray verhandelt mit der Stadt Essen darüber, bisher ohne Erfolg.

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Letzter Verein in Essen spielt auf Asche
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
Asche im Marmeladenglas vom Platz des SV Kray 04
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Schmerzhafte Tradition in Essen

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Wer heute noch auf Asche Fußball spielt, kennt das: Staub, wenn es trocken ist, Matsch bei Regen, aufgeschürfte Knie bei jedem Sturz. Schmerzen gehören einfach dazu, sagen Fußball-Nostalgiker. In Essen macht das inzwischen nur noch der SV Kray 04. Alle anderen Klubs der Stadt spielen längst auf Kunstrasen. Der Platz an der Schönscheidtstraße gehört der Stadt, wird aber schon seit Jahrzehnten vom Verein eigenständig betreut und genutzt. Der Verein will Kunstrasen, die Stadt will aber kein Geld dafür ausgeben.

Gegnerische Mannschaften, die zu Heimspielen nach Kray kommen, sind über den Untergrund oft überrascht - für viele junge Spieler aus anderen Vereinen ist Asche mittlerweile völlig ungewohnt. Sie spielen und trainieren auf Kunstrasen.

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Thorsten Rosocha (Vereinsvorsitzender)
SV Kray 04 verkauft Asche im Marmeladenglas
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Letzter Verein in Essen spielt auf Asche
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
So sieht der Kunstrasenplatz des SV Leithe an der Wendelistraße aus
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Stadt Essen schlägt Umzug vor

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Als Alternative hatte die Stadt Essen vorgeschlagen, dass sich der SV Kray 04 zwei Kunstrasenplätze mit dem SV Leithe an der Wendelinstraße teilt. Die Wendelinstraße ist etwa 2,5 Kilometer vom Platz des SV Kray entfernt. Der Verein lehnte das ab - das Angebot sei zu unkonkret gewesen. Vereinsvorsitzender Thorsten Rosocha verhandelt nach eigenen Worten schon seit Jahren mit der Verwaltung, bislang ohne greifbares Ergebnis. Er wünscht sich für die Erwachsenen und vor allem für die Kinder einen Kunstrasenplatz an der Schönscheidtstraße in Kray. Die Stadt bleibt hart. Ein Kunstrasen sei dort nicht geplant, sagte eine Sprecherin der Stadt Essen.

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Letzter Verein in Essen spielt auf Asche
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
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Zwei andere Ascheplätze in Essen gehören der Kirche

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Der Platz des SV Kray 04 ist mittlerweile der letzte städtische Ascheplatz in Essen. Zwei weitere Ascheplätze gibt es noch im Essener Nordwesten, in Borbeck - die gehören allerdings nicht der Stadt, sondern der Kirche. Ob und wann sich an der Situation in Kray etwas ändert, ist derzeit völlig offen. Der Verein will die Gespräche mit der Stadt fortsetzen.

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