
Renaturierung der Berne in Essen wird teuer
In Essen kennen die meisten den Gartenbauverein Bernetal nur vom Vorbeifahren. Wer mit dem Auto oder mit der Straßenbahn über die Altenessener Straße fährt, kann einen Teil der Anlage gut sehen. Die Gärten liegen direkt neben der stark befahrenen Straße. "Büschermühle Neu" heißt dieser Teil des Gartenbauvereins Bernetal. Direkt unterhalb der 31 Lauben der "Buschermühle Neu" fließt die Berne. Und dort landet seit 30 Jahren das Abwasser. Das Flüsschen wird jetzt renaturiert. Erst kommt das Flussbett aus Beton weg, damit der begradigte Fluss wieder einen normalen Flusslauf bekommt, danach darf keine Abwasser mehr eingeleitet werden.
Stadt Essen und Kleingärtner suchen eine Lösung
Der Stadt Essen gehört das Gelände des Gartenbauvereins. Die Abwasserrohre zum Vereinshaus, mit Gastronomie, hat die Stadt bezahlt. Sie darf aber nicht zusätzlich die Anschlüsse der Lauben bezahlen. Darauf haben Kleingärtner keinen Rechtsanspruch. Spätestens bis Ende 2027 muss aber eine Lösung her. Danach darf kein Abwasser mehr in die Berne. Das wird richtig teuer für den Verein, 80.000 Euro ist die aktuelle Schätzung, wenn sie ihr Abwasser zum vorhandenen Kanal an der Vereinskneipe leiten. Die Stadt versucht dem Gartenbauverein zu helfen. Das Umweltamt prüft, ob es vielleicht möglich ist, das Abwasser zum Kanal unter der Altenessener Straße zu leiten. Das ist näher und würde etwa die Hälfte kosten. Bisher steht aber noch nicht fest, ob es rechtlich überhaupt möglich ist.

