
IGA 2027 in Essen: So sollen Gärten und Parks gestaltet werden
Ab April 2027 wird es voll rund um Essen: Im Ruhrgebiet ist die Internationale Gartenausstellung. In Essen entsteht zwar kein großer Zukunftsgarten, kleinere Projekte gibt es aber trotzdem.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.2026 12:22
Was ist die Internationale Gartenausstellung rund um Essen?
Alle zehn Jahre gibt es in Deutschland die Internationale Gartenausstellung (IGA), bei der Landschafts- und Gartenbauer ihr Können zeigen. Nächstes Jahr ist sie zum ersten Mal nicht in nur einer Stadt, sondern in einer ganzen Region - dem Ruhrgebiet. Vom 23. April bis 17. Oktober werden rund drei Millionen Besucherinnen und Besucher in und um Essen erwartet. Im Zentrum der Ausstellung stehen drei große Zukunftsgärten in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund sowie zwei kleinere Zukunftsgärten in Castrop-Rauxel/Recklinghausen und Lünen. Das Oberthema in allen Gärten: Der Wandel von Industrieflächen zu Natur und Parks. Außerdem beschäftigen sich die Gärten mit den Fragen, wie wir in Zukunft leben wollen und wie der Klimawandel das Leben in den Städten verändert. Zusätzlich gibt es während der IGA Konzerte, Ausstellungen und verschiedene Mitmach-Angebote.
Der Eintritt in die drei großen Zukunftsgärten kostet. Die Tagesticktes sind ab Herbst zu kaufen, für knapp 30 Euro. Aber auch viele kleinere Parks und Gärten in Essen machen mit bei der IGA. Dort ist der Eintritt kostenlos.
Was passiert im Zukunftsgarten Gelsenkirchen nahe Essen?
Der große Zukunftsgarten in Gelsenkirchen liegt im Nordsternpark, direkt an der Grenze zu Essen. Schon im letztem Jahr wurden die Radwege und die Emscherinsel umgebaut. Herzstück werden bis nächstes Jahr die sechs individuell gestalteten Themengärten auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern. Naturstege, Aussichtsplattformen und schwimmende Blumeninseln entstehen. Ein altes Wendebecken für Schiffe am Rhein-Herne-Kanal soll erschlossen werden und im alten Kohlebunker gibt es Ausstellungen und Gastronomie. Zusätzlich sollen Schulklassen im Zukunftsgarten Gelsenkirchen unter freiem Himmel Unterricht machen können. Dabei lernen sie auch, wie sie einen Schulgarten verwirklichen können.
Auch die Stadt Essen leistet einen Beitrag zum Zukunftsgarten. Auf einer Ausstellungsfläche wird der Strukturwandel in Essen gezeigt. Die Ausstellungselemente sollen nach der IGA im Grugapark aufgebaut werden.
Was passiert im Emscherpark in Essen?
In Essen selbst gibt es auch kleinere Projekte im Rahmen der IGA. Der Emscherpark in Karnap wird schon seit März umgestaltet. Am westlichen Eingang, wo früher die Tennisplätze waren, entstehen unter anderem eine Parcours-Anlage und ein Beachvolleyballfeld. Auch kleinere Fitnessstationen sind geplant. Neue Bänke werden aufgestellt, Wildwiesen und Bäume gepflanzt. Für Hunde soll es eine umzäunte Hundewiese geben. Nach der IGA soll im Emscherpark noch eine Skateanlage gebaut werden.
Wie macht die Schurenbachhalde in Essen mit bei der IGA?
In Altenessen entsteht direkt an der Schurenbachhalde ein neuer Park, der Kanaluferpark. Die Planungen sind abgeschlossen, im Juni sollen die Bauarbeiten starten. Dort wird es getrennte Fuß- und Radwege geben, Sitzbänke und Picknicktische im Schatten und einen Lernort über die geschützte Kreuzkröte. Die Stadt hat für den Kanaluferpark Fördermittel bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt.
Was passiert mit dem Emscherradweg in Essen für die IGA?
Der Emscherradweg läuft in Essen durch den Emscherpark bis zum Nordersternpark in Gelsenkirchen. Er ist also eine wichtige Verbindung zum Zukunftsgarten dort. Außerdem verbindet er den Zukunftsgarten in Gelsenkirchen mit denen in Duisburg und Dortmund. Der Weg ist allerdings kaputt - wegen der Kaninchen, die sich immer wieder dadurch graben und wegen des Wetters. Deswegen soll der Weg komplett neu gemacht und asphaltiert werden.