
Was ist bei dem Brand in Essen-Karnap passiert?
Die Feuerwehr Essen ist in der Nacht auf Mittwoch (24. Juni) gegen 2:15 Uhr an die Woermannstraße in Karnap alarmiert worden. Schon von weitem konnten die Einsatzkräfte Rauch aus einem Dachstuhl aufsteigen sehen, der drei Häuser miteinander verbindet. Im Hinterhof des mittleren Hauses hat viel Müll gebrannt. Daraufhin sind die Fenster geborsten und die Flammen konnten schnell auf das mittlere Haus, ein Mehrfamilienhaus, übergreifen, sowie auf den rechten Teil des Dachstuhls. Während die Feuerwehrleute im Einsatz waren, hat es außerdem eine Explosion gegeben, vermutlich weil unter dem brennenden Müll im Hinterhof auch ein Druckbehälter war. Drei Feuerwehrleute haben dadurch Knalltraumata erlitten und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Bewohner des Gebäudekomplexes waren nicht zu Hause, das rechte Haus steht aktuell leer.
Wie geht es weiter mit den Häusern an der Woermannstraße in Karnap?
Erst gegen sechs Uhr konnte die Feuerwehr Essen melden, dass das Feuer aus ist. Am Mittwochvormittag liefen noch Nachlöscharbeiten. Das linke Haus ist im Dachbereich leicht beschädigt, konnte ansonsten aber gerettet werden, sagt die Feuerwehr. Das rechte Haus hat Schäden im Dachbereich und einen Wasserschaden. Das mittlere Haus wurde am stärksten beschädigt. Alle Häuser wurden für die Löscharbeiten vom Strom- und Gasnetz getrennt. Laut Polizei sind alle Häuser aktuell unbewohnbar.
Die Berufsfeuerwehr war zusammen mit freiwilligen Kräften der Wachen Katernberg, Stoppenberg, Kray und Mitte im Einsatz.
Warum hat es in Essen-Karnap gebrannt?
Die Polizei Essen hat die Ermittlungen zum Brand aufgenommen und am Mittwochvormittag unter Leitung der Staatsanwaltschaft Essen eine Mordkommission eingerichtet. Der Grund: Eine vorsätzliche Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Landgericht hat einen Unterbringungsbefehl gegen den 63 Jahre alten Bewohner des mittleren Hauses erlassen - allerdings nicht wegen des Brandes, sondern einer anderen Sache, die gerade am Landgericht Thema ist. Unterbringungsbefehle sind oft die Konsequenz bei psychischen Erkrankungen.