
Warum wird in Essen der Grugaturm saniert?
Der Grugaturm in Essen im Grugapark wurde ursprünglich als Radioturm gebaut und sollte nur zwei bis fünf Jahre stehen bleiben. Mittlerweile steht der 29 Meter hohe Turm aber schon stolze 97 Jahre im Grugapark in Rüttenscheid. Der Turm besteht aus einer Stahlkonstruktion, die mit Steinen verkleidet wurde. Das Mauerwerk hat aber keine tragende Funktion. Jetzt muss die Stahlkonstruktion dringend saniert werden. Im Keller gibt es rostige Stellen und auch an den oberen Teilen der Konstruktion. Außerdem blättert die Farbe ab, die die Konstruktion vor der Witterung schützen soll. Für die Schäden hat die Stadt schon mehrere Untersuchungen am Turm durchführen lassen. Dabei haben die Ingenieure festgestellt, dass die Farbe, die damals für den Anstrich benutzt wurde, Blei enthält. Außerdem wurde früher ein Schalholz nicht entfernt, durch die Feuchtigkeit im Keller hat das angefangen zu schimmeln. Die Ingenieure sagen, dass deshalb die Standsicherheit des Turms gefährdet ist, aber da schon lange niemand mehr auf den Turm darf, kommt es zu keinen weiteren Belastungen. Es sind also vorerst keine Sicherungs- und Absperrmaßnahmen nötig, erklären die Ingenieure.
Wie wird der Grugaturm in Essen saniert?
Die Stadt Essen will zunächst die Elektrolyseanlage aus dem Keller ausbauen lassen. Mit der Anlage wird das Wasser für die Grugatherme gereinigt. Die Anlage soll in den Räumen eingebaut werden, in denen früher die Toiletten waren. Danach wird der gesamte Turm eingepackt, weil die bleihaltige Farbe entfernt und richtig entsorgt werden muss. Grün und Gruga rechnen damit, dass der Turm im Frühjahr 2028 komplett verhüllt wird und die Arbeiten starten können. Im Keller muss außerdem der Betonboden instand gesetzt werden. Die Glasscheiben müssen ausgebaut und können wohl auch nicht wieder eingebaut werden, weil sie zu alt sind. Zusammen mit dem Denkmalschutz muss außerdem noch entschieden werden, ob neue Glasscheiben eingebaut werden können. Auch die Außentreppe wird wieder instand gesetzt. Ebenso muss das Geländer an der Aussichtsplattform erneuert und möglicherweise auch erhöht werden. Dann soll ein Vogeleinflugschutz eingebaut werden, damit der Turm vor Vogelnestern und Vogelkot geschützt ist. Diese Arbeiten sollen möglichst im Sommer 2028 umgesetzt werden und bis zum Herbst fertig sein. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro.