
Was war in der Innenstadt in Essen los?
Gegen 12:44 Uhr war ein Gefangener aus der JVA Essen in Begleitung der Polizei bei einem Arzttermin in einer Praxis auf dem Kennedyplatz. Nach Radio Essen-Informationen handelt es sich um eine radiologische Praxis. Dort wurde der Gefangene von zwei bisher unbekannten bewaffneten Personen befreit. Laut dpa waren die Personen maskiert und haben die Beamten überwältigt und gefesselt. Die Polizei hat das auf Radio Essen-Anfrage noch nicht bestätigt. Dann soll der Gefangene auf einem E-Scooter geflohen sein. Bei dem Geflüchteten handelt es sich um einen 34-jährigen. Das NRW-Justizministerium sagt, dass er wegen Drogendelikten und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft saß. Nach dpa-Informationen ordnen ihn die Behörden dem Bereich Clankriminalität zu. Sein Name: Dijvar Gündüz.
Der Gefangene und die Komplizen sind immer noch auf der Flucht (Stand Donnerstagmorgen 07:00 Uhr). Die Polizei sucht mit zahlreichen Einsatzkräften nach den Flüchtigen und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wenn Ihr im Bereich der Innenstadt verdächtige Personen seht, dann meldet Euch bei der Polizei unter der Notrufnummer 110, oder unter der 0201/829-0. Sprecht die Personen nicht an, sie sind bewaffnet.
Wie sieht der Geflüchtete in Essen aus?
Die Polizei Essen beschreibt den Geflüchteten Dijvar Gündüz wie folgt: Schwarze Haare, dunkle Augen, dicke Figur. Das Fahndungsfoto wurde am späten Mittwochabend (14. Oktober) veröffentlicht. Auf Radio Essen-Nachfrage sagt die Polizei Essen, dass sie für eine öffentliche Fahndung viele Genehmigungen und Freigaben braucht. Diese gab es nun mal erst am Mittwochabend, obwohl Gündüz da schon seit mehreren Stunden auf der Flucht war.
Was war in der Lindenallee in Essen los?
Viele Beamte der Polizei Essen waren am Mittwochnachmittag auch in der Lindenallee Ecke Vereinsstraße im Einsatz. Dort hat ein Zeuge einen "verdächtigen Gegenstand" gefunden. Es handelte sich wohl um eine Handgranaten-Attrappe aus Holz. Trotzdem wurde ein Entschärferteam vom LKA angefordert. Das Team hat die Attrappe untersucht und als ungefährlich eingestuft. Ob die Attrappe etwas mit der Flucht des Gefangenen zu tun hat, ist noch unklar.
