Anzeige
Entwurf für Eickhaus am Willy-Brandt-Platz in Essen
© DWI Gruppe, Architekturbüro Brüning Rein
Teilen:

Große Bauprojekte in Essen liegen auf Eis - niemand will hoch hinaus!

In Essen gibt es schon länger Pläne für ein Hochhaus und einen imposanten Glasaufbau für ein Haus in der Innenstadt. Die Bauherren lassen die Pläne aber weiter in der Schublade liegen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2026 14:11

Anzeige

Warum wird in Essen am Eickhaus erst einmal nichts passieren?

Anzeige

Das Eickhaus in Essen hat eine lange Geschichte. 1915 wurde es direkt am Eingang der Innenstadt gebaut und ist bis heute ein sehr markantes Gebäude. Im zweiten Weltkrieg wurde es teilweise zerstört. Die Fassade und das Treppenhaus stehen unter Denkmalschutz. Die aktuellen Eigentümer, die DWI Grundbesitz GmbH hat schon vor einigen Jahren einen neuen Aufbau auf dem Gebäude geplant. Auf das Haus sollen mehrere Etagen aus Glas gesetzt werden. Die Räume sollen als Büros vermietet werden. Im letzten Jahr haben die Politikerinnen und Politiker extra den Bebauungsplan geändert, damit das alles möglich ist. Die DWI Grundbesitz GmbH hat das Projekt auch immer noch auf der Homepage. Die Pläne liegen aber weiter in der Schublade, sagt ein Mitarbeiter auf Radio Essen-Nachfrage. Es gibt keinen Mieter für die Büros, die Nachfrage ist gerade gering. Für das Unternehmen ist es also zu riskant zu bauen. Zwar wird auch kalkuliert, was der Bau kosten könnte, aber ohne festen Mieter werden die Pläne wohl erst einmal nicht weiter verfolgt.

Anzeige

Was ist mit den Plänen für ein großes Wohn-Hochhaus in der Innenstadt?

Anzeige

Am Rande der Innenstadt sollte in Essen ein großes Wohnhochhaus gebaut werden. Die Pläne der Arsatec waren schon weit fortgeschritten. Sie liegen aber weiter in der Schublade. Das Projekt sei riskant und im Moment nicht umzusetzen, sagt der Geschäftsführer der Arsatec, Joachim Seltzer, im Gespräch mit Radio Essen. Eine Wohnung in dem Hochhaus würde deutlich mehr kosten als eine Wohnung in einem normalen Mehrfamilienwohnhaus. Das würden sich nur wenige leisten können oder wollen. Die Pläne waren zuletzt sogar noch einmal geändert worden. Es sollte Gastronomie und auch öffentliche Bereiche in dem Hochhaus geben, das haben sich die Politikerinnen und Politiker gewünscht. Die Stadt hatte ein Konzept für Hochhäuser in der Innenstadt vorgestellt. Bei der Arsatec lebt die Idee weiter, sie kann aber erst wieder aufgenommen werden, wenn sich die Umstände insgesamt ändern und nicht mehr so viel Verunsicherung weltweit herrscht, sagt Joachim Seltzer weiter.

Anzeige

Werden in Essen noch Wohnungen gebaut?

Anzeige

In Essen werden durchaus noch Wohnungen gebaut, betont der Geschäftsführer der Arsatec weiter. Es werden gerade mehrere Projekte umgesetzt. Dazu gehören neue Eigentumswohnungen in Burgaltendorf, Bredeney und in Kettwig. Das Unternehmen baut aber auch staatlich geförderte Wohnungen. Insgesamt laufen beim Unternehmen gerade 25 Projekte, erklärt Joachim Seltzer - und die Baukräne drehen sich schon weiter, allerdings nicht für so große Projekte wie einen High Square.

Anzeige

Weitere Nachrichten aus Essen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige