
Grillen in Essen: Was sich in den Grillzonen ändert
Der Stadtrat in Essen hat am Mittwoch (14. Oktober) strengere Regeln für die Grillzonen beschlossen. Sie sollen im nächsten Jahr kommen. Ein Verbot soll es noch nicht geben. Die Zahl der Grills soll begrenzt werden, zum Beispiel durch feste Standplätze. Das Modell soll zunächst in drei besonders belasteten Grillzonen ausprobiert werden. Auch die Zahl der Menschen, die zusammen grillen, soll begrenzt werden.
Mehr Kontrollen und Buchung in Essen
Die Stadt Essen soll die neuen Regeln regelmäßig kontrollieren. Das Grillverbot außerhalb der Grillzonen soll außerdem konsequenter überwacht werden. Die Plätze in den Grillzonen sollen künftig Geld kosten. Dafür soll die Stadt ein Buchungssystem einführen, mit dem nur Essenerinnen und Essener einen Grillplatz buchen können. So soll ein "Grilltourismus" aus anderen Städten verhindert werden.
Beschwerden an Grillzonen in Essen
Das Grillen ist in Essen nur in bestimmten Grillzonen erlaubt, das hat die Stadt vor wenigen Jahren so eingeführt. In den Grillzonen gibt es Toiletten, extra Mülleimer für die Grillkohle und besonders große Abfallbehälter. Das Ordnungsamt kontrolliert dort regelmäßig. Trotzdem beschweren sich an einigen Grillzonen Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder. Der Grillgeruch zieht auf die Balkone, oft bleibt Müll liegen und es ist immer wieder laut.
Kritik kam in der Ratssitzung von den Oppositions-Parteien: Einigen ist der finanzielle und personelle Aufwand für die neue Regelung zu hoch. Die Tierschutzpartei würde das Grillen in Parks am liebsten ganz verbieten.