
Gegen Spielhallen in Essen: Stadt beschließt neuen Bebauungsplan
Die Stadt Essen hat einen neuen Bebauungsplan in Katernberg beschlossen. Damit will sie verhindern, dass noch mehr Spielhallen eröffnet werden. Das sagen die Anwohnerinnen und Anwohner.
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2026 12:04
Neuer Bebauungsplan für Essen
Die Stadt Essen hat am Donnerstag (21. Mai) einen neuen Bebauungsplan beschlossen. Es geht um ein Gebiet in Katernberg. Rund um die Gelsenkirchener Straße und die Ückendorfer Straße habe sich der Stadtteil "in städtebaulicher Hinsicht punktuell eher ungünstig entwickelt", heißt es von der Stadt Essen in der Vorlage für den Beschluss. Gemeint sind damit vor allem Spielhallen und spielhallenähnliche Betriebe. Mit dem neuen Plan möchte die Stadt jetzt verhindern, dass noch mehr Spielhallen eröffnen. Sie begründet das damit, dass Schulen, KiTas und Kirchen - also Bereiche in denen sich viele Kinder und Jugendliche aufhalten - geschützt werden sollen. Rund um das Gebiet, für das der Bebauungsplan gilt, liegen einige Schulen und KiTas - zum Beispiel die KiTa Ückendorfer Straße oder die Kantschule. Der Glücksspielstaatsvertrag regelt, wie nah Spielhallen an öffentlichen Schulen oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe liegen dürfen - das sind 350 Meter Luftlinie. So groß muss auch der Abstand zwischen Spielhallen untereinander sein. Für Spielhallen, die es schon vor dieser Regelung gab, gilt das nicht. Auch der neue Bebauungsplan bezieht sich nur auf den Bau von neuen Spielhallen.
Einige Anwohnerinnen und Anwohner freuen sich über den neuen Bebauungsplan. Sie bemängeln aber, dass es außer der Spielhallen kaum noch andere Geschäfte in der Gegend rund um die Gelsenkirchener und Ückendorfer Straße gibt.
