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Freifahrten in Essen erst gestrichen - jetzt gibt es eine Lösung
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Freifahrten in Essen erst gestrichen - jetzt gibt es eine Lösung

Alle an den Grundschulen in Essen sind traurig. Die Stadt Essen zahlt keine Tickets für die Ruhrbahn mehr, wenn alle zusammen einen Ausflug machen wollen. Doch jetzt gibt es eine Lösung.

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.02.2026 17:11

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Warum gibt es in Essen die Freifahrten für die Ruhrbahn nicht mehr?

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Die Stadt Essen muss sparen, deshalb hat die Stadt die Freifahrten für alle Grundschülerinnen und Grundschüler abgeschafft. Pro Schuljahr wurden rund 45.000 Euro von den Schulen beantragt. Jetzt springen E.ON und die RAG-Stiftung ein und zahlen jeweils 12500 Euro für die Kulturpass-Tickets. Lehrerinnen und Lehrer können weiterhin beim Fachbereich Schule der Stadt Essen die Fahrten anmelden und die Kosten für die Fahrten mit der Ruhrbahn werden anschließend unkompliziert übernommen.

Lehrerinnen und Lehrer könnten sonst nur noch mit großem Aufwand Ausflüge mit den Schülerinnen und Schülern machen. Bisher war es so, dass die Lehrerinnen und Lehrer die Freifahrten bei der Stadt beantragen konnten und dann mit ihren Klassen ohne Probleme ins Ruhr Museum, zur Zeche Zollverein, in die Gruga zur Schule Natur oder ins Museum Folkwang fahren konnten. Ohne die Freifahrten müssten Lehrerinnen und Lehrer das Geld bei den Eltern einsammeln. Das wäre kompliziert und würde die Arbeit sehr erschweren, sagt Barbara Wittenberg von der Großenbruchschule in Altenessen. Viele Eltern können sich das auch gar nicht leisten. Das bedeutet, dass die Lehrerinnen und Lehrer auf die Ausflüge verzichten müssten.

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Welche Auswirkungen wird das in Essen haben?

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Die Lehrerinnen und Lehrer in Essen an der Großenbruchschule stehen mit ihrer Sorgen nicht allein da. Auch Udo Moter von der Maria-Kunigunda-Schule in Karnap wünschte sich die Freifahrten zurück. Kultur müsse für alle erreichbar bleiben, sagt er im Gespräch mit Radio Essen. Es sei wichtig und auch schön zu sehen, wie sich Kinder auf diese Angebote einlassen, wenn sie mal außerhalb der Schule sind. Auch Stefan Weiffenbach von der Grundschule Haarzopf, gleichzeitig Sprecher für die Grundschulen sagt, dass für alle eine Welt zusammengebrochen sei als die Stadt zunächst die Freifahrten gestrichen hat. Selbst wenn das Angebot vor Ort kostenfrei sei, könne man die Fahrt dahin nicht finanzieren.

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Wie geht es weiter in Essen mit dem Kulturpass?

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Die Stadt Essen hat jetzt die beiden Sponsoren gefunden. E.ON ist schon seit 2023 Hauptpartner des Museum Folkwang und unterstützt viele Bildungsformate und Ausstellungsprojekte des Museums. Die RAG-Stiftung hat es sich schon immer zur Hauptaufgabe gemacht Schülerinnen und Schülern Bildung und Teilhabe an Kultur zu ermöglichen.

Die Stadt selbst hatte noch auf das Deutschlandticket für Schüler verwiesen. Das haben aber nur sehr wenige Grundschülerinnen und Grundschüler, weil sie meist nah an der Schule wohnen und Bus und Bahn gar nicht brauchen. An der Grundschule Haarzopf zum Beispiel haben gerade einmal acht von 430 Kindern das Deutschlandticket. Außerdem könnten Eltern über das Teilhabe- und Bildungspaket Geld beantragen. In der Praxis funktioniert das aber nicht, sagt Barbara Wittenberg von der Großenbruchschule. Die Eltern sprechen kein Deutsch, wissen nicht, wo sie überhaupt Geld beantragen könnten. Das klappe schon mit dem Büchergeld nicht.

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