
Warum war die Feuerwehr Essen mit Chemikalienschutzanzügen im Einsatz?
Ein Rettungswagen der Feuerwehr Essen wurde am Donnerstagabend (29. Oktober) ins Westviertel gerufen. Mehrere Menschen aus der Sprachschule in der Maxstraße sollen über Atemnot geklagt haben, außerdem wurde eine weiße Wolke draußen vor den Fenstern beobachtet. Aufgrund der Lage vor Ort wurden weitere Einsatzkräfte nachgefordert, die Polizei hat den Bereich weiträumig abgesperrt.
Feuerwehrleute in speziellen Chemikalienschutzanzügen haben dann ein Pulver untersucht, das vor der Sprachschule gefunden wurde. Zwei Personen wurden wegen Atembeschwerden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Am Montagmorgen gibt die Polizei Essen auf Radio Essen-Nachfrage Entwarnung. Das Pulver sei harmlos gewesen, vermutlich stamme es aus der Kosmetikindustrie. Die Feuerwehr sagt, dass sie säurehaltige Bestandteile im Pulver nachweisen konnten und bestätigen, dass das Pulver ungefährlich war. Es könne aber zu Atemreizungen führen, wenn es aufgewirbelt wird. Die Personen, die im Krankenhaus waren, konnten wohl schnell wieder entlassen werden, sagt die Polizei. Ob sie die Ermittlungen zu den Hintergründen überhaupt weiter verfolgt, sei noch unklar. Die Spuren des sichergestellten Pulvers werden bei der Polizei in Essen aufbewahrt.