
Ex-Pfleger in Essen nach Vergewaltigungen verurteilt
Nach den schweren Missbrauchsfällen an der Uniklinik Essen ist jetzt das Urteil gefallen. Ein Intensivpfleger muss für viele Jahre ins Gefängnis. Auch eine Bekannte des Mannes stand mit vor Gericht.
Veröffentlicht: Montag, 27.04.2026 12:46
Gericht in Essen verurteilt Pfleger nach Übergriffen auf Patientinnen
Das Landgericht in Rüttenscheid hat einen 32-jährigen Intensivpfleger zu zwölf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der Mann mehrere Patientinnen sexuell missbraucht und vergewaltigt hat. Die Taten fanden an der Uniklinik Essen statt. Der Angeklagte nutzte laut Gericht die Situation der schwer kranken Patientinnen aus.
Fünf Jahre Berufsverbot für verurteilten Pfleger in Essen
Zusätzlich zur Haftstrafe hat das Gericht ein fünfjähriges Berufsverbot verhängt. Der Mann darf in dieser Zeit nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine noch höhere Strafe gefordert - 14 Jahre Haft und ein lebenslanges Berufsverbot. Das Gericht blieb mit seinem Urteil darunter.
Bekannte erhält in Essen Bewährungsstrafe
Auch eine Bekannte des Angeklagten stand vor Gericht. Sie hatte von den Taten gewusst und ist wegen Beihilfe zur Vergewaltigung sowie wegen Verstößen im Zusammenhang mit Foto- und Videoaufnahmen verurteilt worden. Sie hat den höchst persönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen sowie die Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen verletzt, teilte eine Gerichtssprecherin auf Radio Essen-Nachfrage mit. Das Gericht verurteilte sie zu zwei Jahren Haft auf Bewährung.
Angeklagte gestehen Taten vor Gericht in Essen
Beide Angeklagte haben im Prozess Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Der Haupttäter zeigte sich geständig, äußerte sich jedoch nur knapp. Die Mitangeklagte beantwortete auch Nachfragen des Gerichts, teilte eine Gerichtssprecherin Radio Essen mit. Mit dem Urteil endet ein besonders schwerer Fall, der für großes Entsetzen gesorgt hat - auch über Essen hinaus.