
Filmwelt und Fans in Essen trauern um Ralf Richter
Der bekannte Schauspieler Ralf Richter aus Essen ist tot. Er ist in der Nacht zu Dienstag (15. September) friedlich in seinem Zuhause in Köln eingeschlafen. Das hat seine Managerin im Namen der Familie bestätigt. Der gebürtige Essener wurde 69 Jahre alt. Sein Tod kam für viele überraschend, auch wenn er schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Sein Sohn Maxwell hat erklärt, dass sein Vater an der chronischen Lungenkrankheit COPD und an Herzproblemen gelitten hat.
In Essen und im restlichen Ruhrgebiet hinterlässt Ralf Richter eine riesige Lücke, denn er war für viele das Gesicht und die Stimme unserer Region.
Von Essen aus eroberte Ralf Richter die Leinwand
Ralf Richter ist 1957 in Essen geboren. Mit sieben Geschwistern ist er dann in der Nachbarstadt Bochum aufgewachsen. Nach einer Lehre als Schreiner hat er dort die Schauspielschule besucht und schon bald seinen großen Durchbruch gefeiert. Weltweit bekannt wurde er 1981 durch den Film „Das Boot“. Später hat er in Filmen wie „Bang Boom Bang“ oder „Was nicht passt, wird passend gemacht“ Kult-Charaktere wie Kalle Grabowski geschaffen. Er hat oft den harten Typen mit der großen Klappe gespielt, privat war er aber ein Familienmensch. Seine Managerin hat ihn als fröhlichen und herzlichen Menschen beschrieben, der bis zuletzt voller Pläne steckte.
Ralf Richter über seine Wurzeln im Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr"
Auch bei uns in der Redaktion hat Ralf Richter einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In der Folge 107 des Radio Essen-Podcasts „Essen im Ohr“ hat er ausführlich über sein Leben und seine Wurzeln gesprochen. Er hat damals erzählt, wie er Karriere gemacht hat, obwohl er von der Schauspielschule geflogen ist. Wir haben ihn als Typen ohne Allüren erlebt, der ehrlich und direkt war - eben eine echte Ruhrpott-Schnauze. Zuletzt war Ralf Richter in Essen Thema, als sein Film „Bang Boom Bang“ beim Open-Air-Kino am Dom als Highlight gezeigt wurde.