
Was machen in Essen die Schafe auf Zollverein?
Auf dem Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein in Essen hat die tierische Mäh-Saison wieder begonnen. Seit Montag (27. April) weiden rund 30 Schafe auf Zollverein. Die Herde besteht aus Heidschnucken, Drenther Heideschafen und Berg- und Texelschafen. Ab Mai bekommt die Gruppe Unterstützung durch eine Herde Ziegen.
„Mit Schafen und Ziegen setzen wir auf eine naturnahe Form der Grünpflege. So sparen wir Technik und fossile Ressourcen ein und fördern zugleich die biologische Vielfalt auf dem Welterbe-Areal. Dieses ökologische Mähen hat sich für unser nachhaltiges Flächenmanagement bewährt. Außerdem sind die Tiere für viele Besucherinnen und Besucher ein besonderer Hingucker.“ - Christoph Tesche, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein.
Die Ziegen sollen bei besonders dichtem Bewuchs helfen. Außerdem fressen sie auch Brombeersträucher und invasive Pflanzenarten, die andere Tiere nicht abgrasen. Die Schafe und Ziegen bleiben bis Ende Oktober auf Zollverein.
Wie nachhaltig sind die Schaf-Rasenmäher in Essen?
Die Bilanz der vergangenen Jahre zeigt deutlich: Es lohnt sich. Im letzten Jahr grasten die Tiere eine Fläche von über 80.000 Quadratmetern ab, was in etwa elf Fußballfeldern entspricht. Durch diesen Einsatz konnten rund 200 Liter Benzin eingespart werden, die sonst für maschinelle Mäher verbraucht worden wären. Die Schafe und Ziegen wechseln regelmäßig ihren Standort auf dem insgesamt 100 Hektar großen Gelände, um alle Bereiche gleichmäßig zu pflegen.