
Millionen in Essen durch Blitzer
Die Stadt Essen hat im vergangenen Jahr ordentlich an Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen verdient. Laut einer aktuellen Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) belaufen sich die Einnahmen für das Jahr 2025 auf 8,4 Millionen Euro. Damit sichert sich unsere Stadt einen Platz im Ranking der sogenannten „Blitzermillionäre“. Insgesamt nahmen 27 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen an der Erhebung teil, wobei mehr als die Hälfte die Millionengrenze knackte. Bundesweit liegt Essen damit im oberen Mittelfeld der ausgewerteten Städte.
Wie viel Geld nimmt Essen durch Blitzer ein?
Die Einnahmen in Essen stammen aus festen und mobilen Blitzern. Mit den 8,4 Millionen Euro liegt Essen zwar hinter Spitzenreitern wie Düsseldorf mit 17,6 Millionen Euro, aber dennoch deutlich vor vielen anderen Städten in der Region. In ganz Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt rund 78 Millionen Euro durch Blitzer eingenommen.
In Essen und anderen Städten werden die Messanlagen kontinuierlich modernisiert, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Moderne Anlagen an Kreuzungen können mittlerweile oft in alle vier Fahrtrichtungen gleichzeitig blitzen und lösen auch aus, wenn Autos über rot fahren. Das ist aber teuer: In Essen gibt es mittlerweile drei mobile Blitzeranhänger - unsere Knöllchenkalles. Alleine die Inbetriebnahme eines Knöllchenkalles kostet die Stadt 110.000 Euro. Insgesamt gibt es in Essen 7 feste Blitzer, 7 mobile Blitzanlagen und drei Blitzeranhänger. Das rentiert sich aber für die Stadt, wie die Blitzereinnahmen aus dem letzten Jahr zeigen.