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Essen bekommt neue Klinik für Nuklearmedizin: Krebs soll schneller erkannt werden
© Radio Essen / Kathi Strikkeling
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Essen bekommt neue Klinik für Nuklearmedizin: Krebs soll schneller erkannt werden

Die Uniklinik hier bei uns in Essen hat am Dienstag (30. Juni) ein neues Gebäude eingeweiht - die Klinik für Nuklearmedizin. Mit Hilfe von neuen Geräten und Methoden soll dort unter anderem Krebs schneller diagnostiziert und therapiert werden.

Veröffentlicht: Dienstag, 30.06.2026 11:24

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Was ist das Besondere an der neuen Klinik für Nuklearmedizin in Essen?

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Zur feierlichen Eröffnung der neuen Klinik für Nuklearmedizin auf dem Campus der Uniklinik in Essen-Holsterhausen wurde der Star des Tages mit einer lila Schliefe verziert - der StarGuide GX SPECT/CT. Das Gerät kommt in der neuen Klinik weltweit zum ersten Mal zum Einsatz. Das SPECT/CT kann schneller als ältere Modelle genaue Bilder von Eurem Körperinneren machen. Das funktioniert so:

Stellt Euch vor, Ihr habt Probleme mit der Schilddrüse und wollt diese untersuchen lassen. Dafür wird Euch ein leicht radioaktives Mittel gespritzt. Das ist extra dafür da, sich an der Schilddrüse festzusetzen. Auf den Bildern aus dem SPECT/ CT ist das Mittel und damit auch die Schilddrüse gut zu sehen. Dann legt Ihr Euch auf die Liege und fahrt in die kleine Röhre des SPECT/CTs hinein. In der Wand der Röhre sind 12 Wölbungen, die sich an Euren Körper anpassen können - heißt: falls Ihr etwas dünner seid, fahren sie aus, um näher an Eurem Körper zu sein. Andersherum können sie Euch auch Platz machen. In den 12 Wölbungen sind Sensoren, die das radioaktive Mittel sehen und ein genaues Bild Eurer Schilddrüse geben können. Die Ärztinnen und Ärzte können Eure Schilddrüse dann nicht nur sehen - das ginge ja auch z.B. mit einem einfachen Ultraschall - sondern auch ihre Funktion genau beobachten, sehen, wo genau es ein Problem gibt und dann schneller eine mögliche Therapie einleiten. Mit älteren Geräten hat das ziemlich lange gedauert, weil es diese zwölf Wölbungen nicht gab, die direkt ein 360 Grad-Bild des Körpers machen konnten. Das neue SPECT/CT kann außerdem für Untersuchungen am Herzen oder für die Krebsdiagnose verwendet werden. Das Prinzip ist aber ähnlich - Euch wird nur ein anderes Mittel gespritzt, das sich dann am Herzen, oder eben an einem möglichen Tumor festsetzt.

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Was wird in der neuen Klinik für Nuklearmedizin in Essen noch untersucht?

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Schwerpunkt der neuen Klinik für Nuklearmedizin in Essen soll die personalisierte Krebsmedizin sein. Die neuen Geräte sollen den Ärztinnen und Ärzten dabei helfen, präzise Diagnosen zu stellen und dann die Therapie individuell an die Patientinnen und Patienten anzupassen. Dabei kann auch ein besonders langes PET-CT-Gerät helfen. Es ist besonders lang, damit ein Mensch mit seinem ganzen Körper darin Platz hat und nicht nur zum Beispiel der Kopf. Auf den Aufnahmen können Ärztinnen und Ärzte dann nicht nur einen Tumor im Kopf erkennen, sondern - falls der Krebs gestreut hat - auch direkt einen im Oberschenkel. Das hilft bei der Diagnose und Therapie und ist schneller, als jedes einzelne Körperteil auf mögliche Tumore abzusuchen. Dieser "Total-Body-PET-CT" soll sogar bis zu 10 Mal schneller sein als die kleineren Geräte. Gerade bei der Krebsdiagnose und -Behandlung ist Zeit ein wichtiger Faktor. Bis zu 16.000 solcher PET-CT-Scans pro Jahr soll es in der neuen Klinik für Nuklearmedizin geben und bis zu 2.000 Patientinnen und Patienten sollen pro Jahr therapiert werden.

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Essen bekommt neue Klinik für Nuklearmedizin: Krebs soll schneller erkannt werden

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Wie viel hat die neue Klinik für Nuklearmedizin gekostet?

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Rund 150 Millionen Euro hat die Uniklinik Essen in ihre neue Klinik investiert. Baustart war am 31. August 2020. Schritt für Schritt wollen die Mitarbeitenden vom alten Gebäude in das neue umziehen. Bis Mitte 2027 sollen am neuen Standort 150 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Uniklinik hat noch zwei Kliniken für Nuklearmedizin an der Ruhrlandklinik und am Bethesda Krankenhaus in Duisburg. Mit dem Neubau in Essen will die Uniklinik den großen Bedarf an Nuklearmedizin decken und Wartezeiten für Patientinnen und Patienten verkürzen.

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