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Essen bekommt Millionen Fördergelder für Emil Emscher
© www.blossey.eu / FUNKE Foto Services
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Essen bekommt Millionen Fördergelder für Emil Emscher

Das alte Zechengelände in Essen wird neu belebt. Zusammen mit der Stadt Bottrop sollen die alten Brachflächen bebaut werden. Das Riesenprojekt wird jetzt auch vom Land NRW und der EU unterstützt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 08.01.2026 13:30

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Emil Emscher in Essen macht den Start

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Im Essener Norden und Bottroper Süden hatten früher die Zechen ihren Platz. Seit der Schließung liegen die Flächen brach. Das soll sich ändern und zwar mit dem Projekt "Freiheit Emscher". Schon mehrere Jahre planen die Stadt Essen, die Stadt Bottrop, die RAG Montan und die eigens gegründete Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft das Projekt. Dort soll es dann Platz für Gewerbe und viel Grün geben. Emil Emscher wird bald über eine neue Straße, den Umweltboulevard erreichbar sein. Auf der Straße sollen Autos und Busse gleichberechtigt mit Radfahrern und Fußgängerinnen unterwegs sein. Das gesamte Gebiet Freiheit Emscher besteht aus fünf Teilen. Emil Emscher ist ein Teil davon und liegt in Essen, die restlichen Flächen liegen in Bottrop. Trotzdem fällt in Essen der Startschuss für das Projekt.

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Bebauungsplan für Essen fast fertig

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Die Brachfläche Emil Emscher in Essen-Vogelheim macht den Start. Zuerst soll sich einiges auf der Fläche tun. Schon in wenigen Monaten (Frühjahr 2026) sollen die konkreten Planungen fertig sein. Dann soll der erste Bebauungsplan für die Essener Fläche beschlossen werden. Dabei geht es um fast 30 Hektar. Die ersten Flächen sind schon weg: Unter anderem die Ruhrbahn und die Feuerwehr wollen auf Emil Emscher bauen. Wenn die ersten Planungen fertig sind, können sich auch Bürgerinnen und Bürger beteiligen.

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Essen bekommt Millionen Fördergelder für Emil Emscher
© Stadt Essen
Die alte Zeche Emil Emscher in Vogelheim heute
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Projekt in Essen bekommt Millionen Fördergelder

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Mit dem Projekt Freiheit Emscher werden nicht nur die Brachflächen verschwinden, das Projekt ist auch ein Vorreiter für ähnliche Vorhaben. Aktuell gehört "Freiheit Emscher" zu den größten Stadtentwicklungsprojekten in ganz NRW. Deswegen gibt es jetzt auch die Unterstützung vom Land NRW und der EU. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur lobt das Projekt:

"Freiheit Emscher zeigt, wie aus alten Industriestandorten neue Chancen entstehen können – für gute Arbeitsplätze, mehr Lebensqualität und eine gesunde Umwelt. Wenn Städte, Unternehmen und Wasserwirtschaft über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, entsteht etwas, das weit über einzelne Flächen hinaus wirkt. Genau so stellen wir uns den Strukturwandel im Ruhrgebiet vor: nachhaltig, innovativ und nah an den Menschen."

Neben Lob und Würdigung gibt es für das Projekt Freiheit Emscher aber noch etwas Wichtigeres. Das Land NRW und die EU geben eine Menge Fördergelder für die Stadtentwicklung in Essen und Bottrop aus. Aus dem Just Transition Fund gibt es 78 Millionen Euro. Das wird wohl auch zum großen Teil in Emil Emscher fließen. Schon bis 2029 sollen die Fördermittel für Planung und den Bau der neuen Straßen verwendet werden.

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Nächste Schritte in Essen und Bottrop

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Während auf der Fläche Emil Emscher in Essen schon der Startschuss fällt, unterliegen noch einige Flächen der Bergaufsicht. In Bottrop müssen noch drei der fünf Flächen überwacht werden. Im nächsten Jahr soll der Bebauungsplan für das Gebiet Welheimer Markt in Bottrop beschlossen werden. Der Geschäftsführer der RAG Montan, Michael Kalthoff betont, dass die Sanierungs-Arbeiten auf den ehemaligen Zechen klar an den Bebauungsplan angepasst weden, so sollen die Arbeiten im Zeitplan bleiben.

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