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Einzigartige Studie in Essen zu problematischer Internetnutzung
© Pixabay/TeroVesalainen
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Einzigartige Studie in Essen zu problematischer Internetnutzung

Die Uni Duisburg-Essen hat in einer Studie herausgefunden, warum einige Menschen Probleme mit ihrem Internetkonsum haben und zum Beispiel nicht aufhören können auf Social Media zu scrollen. Das hat gleich drei Gründe.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 07:08

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Was hat die Studie in Essen untersucht?

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Warum verlieren viele Menschen in Essen die Kontrolle über ihre Internetnutzung? Diese Frage haben sich die Forscherinnen und Forscher der Uni Duisburg-Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Brand gestellt. In der Studie wurde sich intensiv mit problematischer Internetnutzung - also exzessives Gaming, intensive Social-Media-Nutzung und Pornografiekonsum - beschäftigt. 819 Teilnehmende wurden im Labor interviewt, mussten Fragebögen ausfüllen und Tests am Computer absolvieren. Die Probanden sollten dabei auf bestimmte Reize reagieren und andere unterdrücken. So konnte die Impulskontrolle der Teilnehmenden untersucht werden und wie bestimmte Impulse wirken. Am Ende der Studie gab es eine bisher weltweit einzigartige Datengrundlage zur Suchforschung.

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Was wurde in der Studie in Essen herausgefunden?

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Warum spielen viele Menschen stundenlang Online-Games oder scrollen durch endlose Feeds? Laut der Studie der Uni Duisburg-Essen sind dafür gleich drei Dinge verantwortlich: Emotionen, Gewohnheiten und Selbstkontrolle. Zum einen wollen sich Menschen mit einer problematischen Internetnutzung besser fühlen - stundenlanges Scrollen wird also als Belohnung oder Ablenkung genutzt. Zum anderen wurde festgestellt, dass diese Personen einen inneren Zwang haben, online zu gehen, es also schon zur Gewohnheit geworden ist. Außerdem zeigt die Studie, dass betroffene Menschen immer weniger Kraft dazu haben, mit ihrem Verhalten aufzuhören. Doch das ist noch nicht alles, sagt Prof. Dr. Brand:

"Wir konnten erstmals empirisch fundiert zeigen, dass diese drei Wege zusammenwirken."

Entscheidend sei nämlich auch das Zusammenspiel dieser drei Faktoren. Sie greifen ineinander, sodass man sogar voraussagen kann, wie sich die Symptome über ein halbes Jahr entwickeln.

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Was sind die Konsequenzen der Studie aus Essen?

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Mit dem Wissen, welche Prozesse für problematische Internetnutzung verantwortlich sind, können Prävention und Therapie gezielter ansetzten. Therapeutinnen und Therapeuten können zum Beispiel im Einzelfall herausfinden, mit welchem Mechanismus (Emotion, Gewohnheit, Selbstkontrolle) die betroffene Person besonders zu kämpfen hat und gezielt dort eingreifen. Deswegen haben die Forschenden der Uni Duisburg-Essen ihre Ergebnisse in einer Zeitschrift veröffentlicht, die sich an eine breite Leserschaft richtet und von allen Interessierten gratis eingesehen werden kann.

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