Droh-Briefe an Schulen in Essen: Schüler sollen im Klassenraum bleiben

Am Dienstag gehen an mehreren Schulen bei uns in Essen Drohbriefe ein. Die Unbekannten fordern Geld, die Essener Polizei schickt Beamte an die Schulen.

© Anja Wölker / Radio Essen

Unbekannte senden Droh-Briefe an Schulen in Essen

An mehreren Schulen bei uns in Essen sind heute morgen Drohbriefe eingegangen. Unbekannte wollten offenbar Geld erpressen, womit sagt die Polizei nicht. Sie hat sofort Beamte an die betroffenen Schulen geschickt und versucht jetzt, den Absender der Drohbriefe zu ermitteln. Mit Details zum Ablauf, dem Inhalt der Briefe und den betroffenen Schulen hält sich die Polizei noch zurück. Sie betont aber, dass sie nicht von einer echten Bedrohung für die Schüler ausgeht. Die Polizisten vor Ort haben die meisten Schüler angewiesen, im Klassenraum zu bleiben. Einige Klassen wurden aber auch nach Hause geschickt.

Polizei Essen hält sich mit Details zurück

Die Polizei hat inzwischen den Einsatz an den Schulen beendet, hält sich mit Details aber weiter zurück. Die WAZ schreibt, dass in den Briefen mit einem Säure-Anschlag gedroht wurde. Bestätigt ist das aber nicht. Mindestens von der Alfred Krupp Schule in Holsterhausen wissen wir, dass sie einen Droh-Brief erhalten hat. Sie schreibt auf ihrer Internetseite, dass sie den Unterricht deshalb früher beendet hat. Sie geht aber, wie die Polizei, nicht davon aus, dass es eine tatsächliche Bedrohung gab. Meldungen, dass auch das Erich Brost Berufskolleg in Holsterhausen einen Droh-Brief bekommen hat, sind bisher nicht bestätigt.

Anonyme Droh-Briefe an Schulen: Auch Haftstrafen möglich

Da weder Polizei noch die Schulen selbst von einer ernsthaften Bedrohung ausgehen, wird auch darüber diskutiert, ob es einfach ein "Dumme-Jungen-Streich war". Die Polizei sagt dazu in einer aktuellen Mitteilung, so etwas sei kein Scherz. Die Polizisten sind zwar inzwischen an den Schulen abgezogen worden, ermitteln aber weiter. Wenn der Täter gefunden wird, droht ihm im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe, heißt es. Wer Hinweise hat, soll sich bei der Polizei melden, unter 0201- 8290.

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