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Essener Dom von der Kettwiger Straße
© Radio Essen
Essener Dom von der Kettwiger Straße aus gesehen
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Bistum Essen muss sparen

Das Bistum Essen muss in den nächsten zwölf Jahren rund 50 Millionen Euro einsparen. Warum und wie das gehen soll, lest Ihr hier.

Veröffentlicht: Samstag, 07.02.2026 13:06

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Warum muss das Bistum Essen sparen?

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist mau, gleichzeitig ist vieles teurer geworden, Kosten steigen. Die Kirche nimmt aber immer weniger Geld ein, weil mehr Menschen aus der Kirche austreten und weniger Menschen Kirchensteuer zahlen. Aktuell hat das Bistum Essen nur noch halb so viele Mitglieder wie in den Nachkriegsjahren.

"Wir werden unsere Einnahmen kaum steigern können, weil unser Bistum weitgehend von den Beiträgen unserer Kirchenmitglieder lebt. Deren Zahl aber wird weiter sinken und in Zukunft – auch aufgrund des demografischen Wandels - dauerhaft deutlich kleiner sein, als heute", sagt Dr. Mechthild Lütke Kleimann, die Ökonomin des Bistums. Und: "Wir sind schon jetzt sehr stark von den Erträgen unserer Finanzanlagen abhängig, um ein stabiles Jahresergebnis zu erzielen. Wir müssen aber auch auf Schwankungen der Finanzmärkte vorbereitet sein und können uns deshalb nicht auf diese Erträge verlassen."

Damit das Bistum Essen auch in Zukunft handlungsfähig bleibt und einen ausgeglichenen Haushalt hat, muss es also sparen. Das war auch schon in den letzten Jahren klar. So wurden etwa bei den Pfarreientwicklungsprozessen Kirchen zusammengelegt, Kirchen und Gemeindehäuser verkauft. Die Städte unterstützen mittlerweile die Finanzierung der bischöflichen Schulen und die kirchliche Verwaltung wurde verschlankt. Doch das reicht nicht. Im nächsten Jahr muss es mit dem Sparen so richtig losgehen.

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Wie will das Bistum Essen sparen?

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Die Sparmaßnahmen im Bistum Essen werden alle Bereiche betreffen.

„Es wird kein ‚Wir sind nicht betroffen‘ geben", sagt Generalvikar Klaus Pfeffer.

So sollen Aufgaben zusammengelegt werden, um Personalkosten zu sparen. Ob frei werdende Stellen wieder besetzt werden, wird genau geprüft. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben. Außerdem bekommen die Pfarreien und andere Träger wahrscheinlich weniger Geld vom Bistum zugewiesen. Jeder neue Aufwand könne nur noch getätigt werden, wenn dafür an anderer Stelle gespart wird, so das Bistum.

Weitere konkrete Einsparungsmaßnahmen werden jetzt diskutiert und die einzelnen Gruppen im Bistum werden so schnell wie möglich darüber informiert.

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