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Bilanz in Essen nach Silvesternacht
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Bilanz in Essen nach Silvesternacht

Polizei und Feuerwehr müssen in Essen in der Silvesternacht wieder zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Teilweise wurden dabei erneut Polizisten verletzt und Feuerwehrleute mit Böllern beschossen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 01.01.2026 06:28

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Polizei in Essen bei mehreren Einsätzen

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In der Silvesternacht in Essen mussten Polizistinnen und Polizisten und Feuerwehrleute wieder zu vielen Einsätzen ausrücken. Es gab mehrere Brände, Auseinandersetzungen und Pyrotechnik wurde missbraucht. Am Philosophenweg in Freisenbruch zündeten Personen Mülltonnen an. Als die Feuerwehrleute den Brand löschen wollten, wurden sie mit Böllern beschossen. Die Polizisten, die direkt in der Nähe waren, haben die Situation aber beruhigt und die Feuerwehrleute konnten arbeiten. Die Polizei hatte die Videoüberwachungsanlage aus der Innenstadt an den Steeler Wasserturm versetzt, um dort die Lage besser beobachten zu können.

An der Altendorfer Straße und am Katernberger Markt wurden ebenfalls Einsatzkräfte mit Böllern beschossen. Zwei Polizisten wurden bei den Einsätzen verletzt. Einer musste ins Krankenhaus, weil direkt neben ihm ein Böller in die Luft geflogen ist. Der Beamtenbund DBB NRW fordert deshalb erneut die gesetzlichen Vorgaben auszuschöpfen und Einsatzkräfte zu schützen. Nach einer ersten Auswertung der Einsätze in der Silvesternacht erklärt die Polizei, dass durch den Einsatz vieler Polizistinnen und Polizisten immer schnell auf aktuelle Situationen reagiert werden konnte.

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Einsätze in Essen wie im letzten Jahr

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Die Feuerwehr Essen zieht nach der Silvesternacht Bilanz. Die Zahl der Einsätze ist im Vergleich zur letzten Silvesternacht 2025 gleich geblieben. Die Feuerwehrleute mussten 109 Brände löschen, das waren zwei mehr Brände mehr als im letzten Jahr. Die Rettungskräfte hatten etwas weniger zu tun und rückten zu 125 Einsätzen aus, in der letzten Silvesternacht waren es 148 Einsätze. Besonders schwierig war ein Einsatz an der Schwanenbuschstraße in Huttrop. Dort ist eine Rakete in eine zugemüllte Wohnung geflogen. In Frohnhausen brannte Unrat auf der Straße und in Heidhausen prallte ein Auto gegen einen Baum. Nico Blum, Sprecher der Essener Feuerwehr erklärt auf Radio Essen-Nachfrage, dass es am Neujahrsmorgen keine Meldungen gibt, dass Mitarbeiter des Rettungsdienstes oder der Feuerwehr bei den Einsätzen verletzt wurden. In Bielefeld allerdings starben zwei Menschen durch den Einsatz von selbst gebastelter Pyrotechnik.

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Reaktion in Essen auf Silvesternacht

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Oberbürgermeister Thomas Kufen in Essen ist zufrieden und erleichtert nach der Silvesternacht. Das Vorgehen aller Beteiligten von der Polizei, der Feuerwehr und der Stadtverwaltung habe sich erneut bewährt, erklärt er am 2. Januar. Allerdings bedauert er, dass es wieder zu Angriffen auf die Einsatzkräfte gekommen ist und verurteilt diese Angriffe.

"Die Angriffe auf Einsatzkräfte sind in keiner Weise hinnehmbar. Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei leisten unter oft schwierigen Bedingungen einen unverzichtbaren Dienst für unsere Stadt. Respektlosigkeit, Gewalt und gezielte Angriffe gegen sie dürfen wir nicht akzeptieren.", erklärt der Oberbürgermeister.

Außerdem bedankt er sich bei allen Einsatzkräften für die Arbeit in der Silvesternacht. Er freue sich, dass die große Mehrheit friedlich und mit Respekt gefeiert habe.

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Neue Babys in Essen geboren

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Spannend in Essen ist immer, wer als erstes im neuen Jahr zur Welt kommt. Das war ein Mädchen im Elisabeth-Krankenhaus in Huttrop. Das Mädchen kam um 3:10 Uhr zur Welt. Im Kreißsaal am Uniklinikum in Holsterhausen haben sich die Babys Zeit gelassen. Dort kamen um 5:30 Uhr und kurz danach um 6:15 Uhr jeweils Mädchen zur Welt. Alles sind nach Auskunft der Hebammen gesund.

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Neuer Rekord in Essen bei Feinstaubwerten

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In Essen wurden in der Silvesternacht extrem hohe Feinstaubwerte gemessen. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW ausgewertet. An der Gladbecker Straße wurden 377 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen. Das ist ein neuer Rekord. Nur an der Messstation in Duisburg-Walsum war der Wert noch höher. Zuletzt haben die Experten 2023 Werte über 300 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft in Hagen und Düsseldorf gemessen.

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