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Silvester in Essen: Das ist wichtig für Feuerwerk, Sicherheit und Müll
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Silvester in Essen: Das ist wichtig für Feuerwerk, Sicherheit und Müll

In ein paar Tagen wird auch hier in Essen das neue Jahr gefeiert. Dabei müsst Ihr aber einiges beachten.

Veröffentlicht: Montag, 29.12.2025 07:03

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Stadt Essen appelliert an Silvester kein Feuerwerk zu zünden

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Der Jahreswechsel steht vor der Tür. Das werden viele in Essen wieder ordentlich feiern. Die Stadt Essen bittet darum auf das Zünden von Feuerwerk in der Silvesternacht zu verzichten. Zonen, in denen das Böllern komplett verboten ist, soll es aber nicht geben. Trotzdem darf Feuerwerk nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, sowie brandempfindlichen Gebäuden (Tankstellen, Fachwerkhäuser) angezündet werden.

Wenn Ihr Feuerwerk kaufen und zünden möchtet, müsst Ihr einiges beachten. Silvesterfeuerwerk (Böller, Raketen, Batterien, Fontänen) darf nur vom 29.12 bis 31.12 verkauft und gekauft werden, und zwar nur von Personen, die volljährig sind. Das Feuerwerk darf dann nur am 31.12 und 01.01. gezündet werden – ausschließlich von volljährigen Personen. Im restlichen Jahr braucht Ihr für den Kauf und das Zünden von Feuerwerk eine Genehmigung der Ordnungsbehörde. Diese Regelungen gelten nicht für Kleinstfeuerwerk, also Wunderkerzen, Knallerbsen und Tischbomben. Das kann das ganze Jahr über gekauft und von Personen ab zwölf Jahren benutzt werden.

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Feuerwehr Essen bereitet sich auf Silvester vor

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Die Feuerwehr Essen rechnet wie in jedem Jahr damit, öfter rausfahren zu müssen. In der Silvesternacht herrscht auf den Wachen erhöhte Alarmbereitschaft, es gibt zusätzliche Rettungswagen und mehr Personal. Auch die Freiwilligen Feuerwehren warten nicht - wie sonst - zuhause auf die Einsatzbenachrichtigung. Unter anderem in Steele, Kray, Stoppenberg und Heisingen werden die Freiwilligen Feuerwehrleute die Nacht auf den Wachen verbringen, um schnell reagieren zu können.

Auch, wenn die Einsatzlage im letzten Jahr überschaubar geblieben ist: Unglücke passieren immer. Abgesprengte Finger, Verbrennungen, bis hin zu brennenden Balkonen. Deswegen appelliert auch die Feuerwehr an die Essenerinnen und Essener kein, beziehungsweise wenig Feuerwerk zu benutzen. Und wenn, dann nur legales, geprüftes Feuerwerk. Das erkennt Ihr am „CE“- oder „GS“-Zeichen.

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Polizei Essen will Videoüberwachung an Silvester

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Auch bei der Polizei Essen sind in der Silvesternacht wieder viele Kräfte im Einsatz. Die Vorbereitungen laufen schon. Unter anderem wird die mobile Videoüberwachung von der Porschekanzel in der Innenstadt zum Steeler Wasserturm versetzt. Im letzten Jahr stand die Anlage dort auch schon, weil sich dort oft viele Menschen versammeln und böllern, erklärt ein Polizeisprecher auf Radio Essen-Nachfrage. Die Anlage würde möglichen Tätern etwas von ihrer Anonymität nehmen und einige deswegen daran hindern, an Silvester Straftaten zu begehen.

Die Bundespolizei kontrolliert in Essen am Hauptbahnhof stärker. Der wird wieder zur Waffenverbotszone.

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Stadt Essen setzt auf präventive Maßnahmen

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Damit der Silvesterabend in Essen nicht ausartet, haben das Jugendamt, die Wohlfahrtsverbände und Sicherheitsbehörden viel Aufklärungsarbeit geleistet. In Altenessen, Karnap und Vogelheim wurden Kinder und Jugendliche bei Gruppenangeboten für die Gefahren von illegalen Böllern und die Strafen bei Randalen sensibilisiert. Ähnliches ist in Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg sowie in Steele, Horst, Freisenbruch, Kray und Leithe passiert. Kräfte der Polizei und Feuerwehr waren dafür zum Beispiel an der Grundschule im Bergmannsfeld zu Besuch. Auch im Bürgerhaus Oststadt gab es einen Austausch zwischen Jugendlichen und der Polizei.

Am Silvesterabend selbst sind in Altenessen und Katernberg rund vier Kräfte der Jugendhilfe Essen unterwegs. Am Katernberger Markt gibt es außerdem ein Angebot der Mitmach-Agentur. Auch in Steele, Horst, Freisenbruch, Kray und Leithe sind Sozialarbeiter vor Ort.

Nach Silvester werden die Quartiershausmeister in Altendorf, Frohnhausen, Haarzopf, Fulerum, Holsterhausen und auf der Margarethenhöhe die Aufräumarbeiten übernehmen. In Steele, Horst, Freisenbruch, Kray und Leithe soll es eine Sonderfahrt für Müll und Sperrmüll geben.

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Müll zu Neujahr in Essen

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Denn die Müllabfuhr hat nach der Silvesternacht viel zu tun. Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) warnen davor, noch glimmende oder brennende Feuerwerksreste im Mülleimer zu entsorgen. Die Reste gehören in den Restmüll - auch wenn große Teile der Abfälle aus Pappe sind - sollten aber vorher mit Wasser abgelöscht werden. Das gilt auch für "Blindgänger", also Feuerwerkskörper, die angezündet wurden, aber nicht explodiert sind. Sie enthalten trotzdem Schwarzpulver, dass dann spätestens im Müllheizkraftwerk gefährlich werden kann. Deswegen empfehlen die EBE die Blindgänger in eine Plastiktüte mit Wasser zu füllen, diese zuzuknoten und dann alles zusammen im Müll zu entsorgen. Schwarzpulver muss nämlich komplett durchgeweicht sein, damit es keinen Schaden mehr anrichten kann. Außerdem bitten die EBE darum, die Feuerwerksreste nicht einfach an den Straßen stehen zu lassen, sondern selbst zu entsorgen, oder zumindest gesammelt unter einem der Papierkörbe an den Straßen zusammenzustellen. Denn grobe Feuerwerksreste können die Saugrohre der Kehrmaschinen verstopfen.

Die Aufräumarbeiten der EBE an den Hauptverkehrsstraßen starten schon am 1. Januar. Abgesehen von den Hauptstraßen, sind wir als Anwohnerinnen und Anwohner in den meisten Straßen allerdings selbst für die Reinigung zuständig.

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