
Fußgängerbrücke über der A52 in Essen fertig
Seit Anfang 2025 wurde in Essen an einer neuen Fußgängerbrücke gebaut. Jetzt ist sie fertig: Ihr könnt die Brücke an der Norbertstraße wieder nutzen. Die offizielle Einweihung war am Montag (27. April). Die Brücke ist rund 220 Meter lang, etwa drei Meter breit und wiegt 193 Tonnen. Teilweise hat sie eine Steigung von sechs bis acht Prozent. Sie führt in einem großen Bogen über die A52 und verbindet wieder die Stadtteile Margarethenhöhe und Bredeney. Insgesamt hat die neue Fuß- und Radwegbrücke rund neun Millionen Euro gekostet.
Fast wäre die Eröffnung aber noch ins Wanken geraten: Noch in der vergangenen Woche musste die Autobahn GmbH nachbessern – unter anderem am Geländer und am Belag der Brücke. Auch die Lärmschutzwände nebenan sind noch nicht komplett fertig. Ein großer Teil davon ist aber schon gestaltet worden: Fünf Künstler haben sie bemalt, unter dem Motto „Der Mensch fernab des digitalen Endgerätes“.
Viele Anwohnerinnen und Anwohner freuen sich über die neue alte Verbindung. Radio-Essen-Reporterin Svenja Trappmann war vor Ort. Viele haben ihr gesagt, dass sie erleichtert und zufrieden sind, dass der Fuß- und Radweg wieder offen – und die Sperrung drumherum endlich vorbei ist.
Wie lange haben die Arbeiten an der Fußgängerbrücke in Essen gedauert?
Die ersten Arbeiten an der neuen Fußgängerbrücke in Essen haben im Frühjahr 2025 begonnen. Zunächst wurden Bäume und Sträucher entfernt, damit Platz für den Neubau entsteht. Im Mai wurde die alte Brücke abgerissen. Seit Ende letzten Jahres steht die neue Brücke bereits. Sie besteht aus drei großen Teilen, die aus Polen mit einem Schwertransporter nach Essen gebracht wurden.
Trotzdem waren noch einige Arbeiten nötig. Zum Beispiel wurde ein extra angefertigtes Geländer montiert – in Polizeiblau, passend zum Namen der Brücke „Polizeikaserne“. Außerdem fehlte zunächst noch der Belag auf der Brücke.
Im letzten Schritt hat die Autobahn GmbH die Lärmschutzwand auf der Seite der Margarethenhöhe fertiggestellt. Auch ein neuer Kanal für Schmutzwasser wurde gebaut. Die Brücke ist inzwischen fertig, die Lärmschutzwände werden aber weiter gestaltet.
Für die Bauarbeiten musste die A52 zwischen den Anschlussstellen Essen-Haarzopf und Essen-Rüttenscheid immer wieder in beide Richtungen gesperrt werden.
Lärmschutzwände sollen in Essen auch schön aussehen
Rund um die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke in Essen fallen sie sofort auf: die Lärmschutzwände. Die sind nämlich keine grauen Betonflächen mehr, sondern echte Hingucker.
Fünf Künstler haben die Wände gestaltet und daraus große Kunstwerke gemacht. Mit dabei sind Gábor Doleviczényi von der Zinnober Kreativagentur sowie Ursula Meyer, Tilo Schreieck, Bobby Nikto und Ben Bonbonello. Ihr gemeinsames Thema: Szenen „Der Mensch fernab des digitalen Endgerätes“.
Für Doleviczényi ist dabei vor allem wichtig, dass die Kunst die Menschen vor Ort anspricht. Die Wände sollen zu den Anwohnerinnen und Anwohnern passen und ihren Alltag widerspiegeln.
"Die Wand soll die Leute, die hier auch wirklich wohnen abholen", sagt Künstler Gábor Doleviczényi im Radio Essen-Interview.
Seit dem 6. April arbeiten die fünf Künstlerinnen und Künstler an den Motiven – und sind jetzt auf den letzten Metern.
Warum wurde die Fußgängerbrücke in Essen neugebaut?
In Essen hat die Autobahn GmbH die A52 in den letzten Jahren komplett saniert. Dazu gehörten auch alle Brücken, die über die Autobahn führen. Die letzte Brücke, die erneuert werden musste, war die Fußgängerbrücke zwischen der Margarethenhöhe und Bredeney. Damals war die Brücke aber noch ganz anders als die heute. Sie war sehr rund, war rund 134 Meter lang und hatte knackige 11.5 Prozent Steigung. Sie war in den letzten Jahren stark in die Jahre gekommen. Die Brücke stammt aus den 1960er-Jahren und war nicht mehr so stabil, wie sie sein sollte. Deshalb musste sie abgerissen und neu gebaut werden.













