
Bahnübergang in Essen wird weiter per Hand bedient
Der Zustand in Essen am Bahnübergang am Kattenturm erinnert an sehr alte Zeiten. Früher wurden die Schranken immer von Hand bedient. Neben den Bahnübergängen gab es Häuser für die Schrankenwärter. In Kettwig am Kattenturm werden seit der Sanierung auf der Strecke immer noch Mitarbeiter eingesetzt, die die Schrankenanlage mit der Hand bedienen. Sie sitzen meist in einem Auto neben dem Bahnübergang und warten da auch bei der Kälte auf ihren Einsatz. Dabei bedienen sie aber ein komplexes System mit dem auch die Zugfahrten selbst aufgezeichnet werden, erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Radio Essen-Nachfrage. Die Mitarbeiter müssen wohl noch bis Ende Februar dort ihre Schichten schieben.
Warum wird an der S6-Strecke in Essen immer noch gearbeitet?
Die beiden Bahnübergänge in Essen am Wolfsbachtal und am Kattenturm sollten bei der Sanierung der gesamten Strecke ebenfalls mit neuen Anlagen ausgestattet werden. Am Bahnübergang Wolfsbachtal in Werden sind die Arbeiten inzwischen fast abgeschlossen. Dort müssen nur noch Restarbeiten erledigt werden, erklärt die Bahn. Dort funktioniert die neue Schrankenanlage auch schon. Am Bahnübergang am Kattenturm in Kettwig aber müssen die Experten der Bahn noch Arbeiten am Stellwerk durchführen, erst dann kann auch hier die neue Schrankenanlage in Betrieb genommen werden. Die Arbeiten sollen Ende Februar fertig sein. So lange wird die Schranke dort weiter per Hand bedient. Wer also in der S6 sitzt und dort vorbeifährt, kann sich das genauer ansehen und vielleicht auch mal dem Mitarbeiter zuwinken.