
Anklage am Landgericht Essen nach gefährlichem Feuer
Im Fall des schweren Wohnungsbrandes am Palmbuschweg in Altenessen geht es voran. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt offiziell Anklage gegen zwei Männer erhoben. Den Beschuldigten wird versuchter Mord in 13 Fällen und schwere Brandstiftung vorgeworfen. Grundlage der Anklage ist unter anderem das Brandgutachten.
Aktuell ist die Anklage noch nicht vom Gericht zugelassen worden, das ist jedoch ein üblicher formaler Schritt in diesem Stadium des Verfahrens. Die beiden Männer befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft und warten dort auf den Beginn des Prozesses.
Ein einjähriges Kind wird in Essen bei dem Feuer gerettet
Das Feuer ist am 26. März in einem Mehrfamilienhaus am Palmbuschweg ausgebrochen. Gegen 21:20 Uhr haben damals mehrere Zeugen die Feuerwehr gerufen, weil Flammen aus einer Erdgeschosswohnung schlugen. Die Einsatzkräfte haben insgesamt 13 Menschen mit Leitern aus dem brennenden Gebäude gerettet, darunter war auch ein einjähriges Kind. Zwei Personen mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Das gesamte Haus war unbewohnbar, die betroffene Wohnung im Erdgeschoss ist komplett ausgebrannt.
Ermittlungen der Polizei in Essen
Schon kurz nach den Löscharbeiten hat die Polizei den Verdacht auf Brandstiftung geäußert. Die Ermittler des Kriminalkommissariats haben den Brandort genau untersucht und sind schnell von Brandstiftung ausgegangen. Anfang April hat die Polizei bereits einen 28-jährigen Essener festgenommen, der seitdem in U-Haft sitzt. Später haben die Ermittler noch einen 22-Jährigen Verdächtigen gestellt. Beide Männer wurden jetzt in dem Fall angeklagt.