Angst vor Corona: Essener Experten geben Tipps für einen kühlen Kopf

Woher kommt die Angst vor Corona? Viele Menschen sind derzeit verunsichert: Sei es die Angst vor der Ansteckung oder die Ungewissheit, wie lange die Corona-Krise noch anhält. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ein Mann verlässt mit einer Schutzmaske zum Schutz vor den Corona-Viren das Gesundheitsamt in Dortmund.
© Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Gegen die Corona-Angst: Mit kühlem Kopf durch die Krise

"Angst ist vollkommen natürlich und normal", sagt der Essener Zahnarzt Dr. Detlef Schulz im Gespräch mit Teresa Ledabyl bei Radio Essen am Morgen. Er hat als Zahnarzt immer wieder mit ängstlichen Patienten zu tun und weiß: Angst ist ein Gefühl und der Verstand könne gar nicht gewinnen. Heute würden viele Bilder von außen auf uns einprasseln, wir gleichen die mit unseren Erfahrungen ab und bauen dann ein Szenario auf, was alles passieren könnte. Aber jeder kann etwas dagegen tun und seine Abwehr gegen die Angst stärken.

Hamstern ist nur eine Schein-Sicherheit

Hamstern gibt einem keine richtige Sicherheit, sondern nur eine "Schein-Sicherheit", sagt Arzt Dr. Detlef Schulz. Besser: Selbstfürsorge - also auf sich aufpassen, die Ernährung bewusst gestalten und die Abwehr hochhalten. Im Interview mit Radio Essen stellt Detlef Schulz 10 Dinge auf, wie wir unsere Abwehr stärken und so unsere Angst verringern können.

© Radio Essen

Tipps einer Psychotherapeutin aus Essen

Wie drehen wir zuhause nicht durch, wenn die Eltern HomeOffice machen und die Kinder auch den ganzen Tag zuhause sind? Im Radio Essen-Interview sagt Psychotherapeutin Julia Schön aus Burgaltendorf, dass jetzt vor allem Struktur wichtig ist. Das heißt, es kann helfen, wenn Ihr Euch einen neuen Plan erstellt, angepasst an die aktuelle Situation.

  1. Tipp: Neue Struktur finden
  2. Tipp: Einen Aufgaben- und Spaß-Plan erstellen, entweder wie einen Stundenplan oder als Tages- bzw. Wochenplan
  3. Tipp: Für die Kinder vielleicht mal die Fernseh-Zeiten etwas erhöhen, um im Home Office oder Alltag etwas Zeit für sich zu gewinnen
  4. Tipp: Frische Luft schnappen zwischendurch (ohne großartige Gruppentreffen), entweder im Garten, am Balkon oder das Fenster breit öffnen
  5. Tipp: Viele Telefonate führen oder auch Video-Chats, um die sozialen Kontakte zu halten und um sich nicht allein zu fühlen

Gerade die sozialen Kontakte sind bei vielen die größte Herausforderung. Vor allem, die Menschen, die eh nicht viele Kontakte haben oder sich schnell einsam fühlen, suchen aktuell den Rat und das Ohr von Psychotherapeutin Julia Schön. Zusammenhalt, mal ein Lächeln, ein Telefonat und Solidarität helfen uns jetzt durch diese Zeit.

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Weitere Meldungen zum Coronavirus in Essen

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