
Warum wurde der Karnevalsumzug in Essen verschoben?
Seit 1872 zieht der Karnevalsumzug in Kupferdreh eigentlich an Rosenmontag durch die Straßen. Nach dem traditionellen Rosenmontagsumzug in Rüttenscheid gingen ein paar Stunden später auch die Karnevalistinnen und Karnevalisten in Kupferdreh los. 2025 musste der Zug jedoch kurzfristig abgesagt werden. Es gab eine Bombendrohung. Der Täter wurde inzwischen verurteilt. Trotzdem war dem Festkomitee klar: es muss mehr für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher getan werden.
Damit sich das Sicherheitspersonal nicht an einem Tag um zwei Umzüge kümmern muss, wurde der Umzug in Kupferdreh von Rosenmontag auf Tulpensonntag vorverlegt. Am Tulpensonntag konnte die Strecke mit Straßensperrungen gesichert werden und ein Stab aus Ordnungsdezernent, Feuerwehr, Polizei und dem Kupferdreher Organisationskomitee konnten den Umzug überwachen. Das funktioniert nur, wenn nicht parallel noch ein anderer Umzug stattfindet.
Wie lief der Umzug in Essen am Sonntag?
Claudia Walaszewski, die Zugleiterin vom Festausschuss Kupferdreher Karneval e.V., zieht eine positive Bilanz: beim ersten Tulpensonntagsumzug in Kupferdreh ist alles gut gegangen.
"Es war schön voll, alles wie immer. Es waren viele Kinder am Straßenrand, viele Familien - es ist alles friedlich abgelaufen. Vondaher ist das eigentlich komplett positiv gelaufen heute."
Sorgen wegen einer weiteren Bombendrohung hatten die Karnevalistinnen und Karnevalisten auch nicht. Die Verurteilung des Täters zu einer hohen Geldstrafe würde Nachahmer abschrecken. Mit dem neuen Sicherheitskonzept stünde einem weiteren erfolgreichen Tulpensonntagsumzug im nächsten Jahr auch nichts im Weg, sagt sie.
"Wir haben gerade Rücksprache gehalten und wir freuen uns schon, nächstes Jahr wieder einen schönen, bunten Zug aufzubauen. Dem sehen wir sehr positiv entgegen."




