
100 Jahre Essen aus der Luft gesehen
Mit historischen und aktuellen Luftbildern erzählen die Archäologen Detlef Hopp und Baoquan Song 100 Jahre Essener Stadtgeschichte. Die Aufnahmen machen dabei Unsichtbares sichtbar – und das sogar dreidimensional. Möglich macht das modernste Computertechnik.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.01.2026 11:18
Neue Erkenntnisse über Essen
Mit einer Rot-Grün-Brille geht es für die Besucher des Vortrags von Detlef Hopp und Baoquan Song auf eine faszinierende Zeitreise. Dreidimensional ist hier unsere Stadt vor 100 Jahren zu sehen – so alt sind einige der Aufnahmen. Aufbereitet durch modernste Computertechnik zeigen sie auch viele ältere Zeitzeugen der Essener Geschichte, die heute längst verschwunden sind. Interessant ist auch zu sehen, wie Essen vor den großen Zerstörungen des 2. Weltkriegs aussah und wie sich die Industrielandschaft verändert hat. Vieles davon war bisher noch unbekannt.
Detlef Hopp war von 1992 bis 2021 Stadtarchäologe von Essen und ist Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum. Baoquan Song hat Luftbildarchäologie studiert und arbeitet am Institut für Archäologische Wissenschaften der Ruhr-Universität Bochum.
Essen früher und heute: So sieht es aus!
Das obere Bild zeigt die Krupp-Gussstahlfabrik 1926 und heute. Auf dem zweiten Bild ist das Zwangsarbeitslager an der Humboldtstraße 1943 und in den frühen 1950er-Jahren (Lager ist verschwunden) zu sehen. Das dritte Bild zeigt den Rest der ehemaligen Siedlung Stadtwiese, die 1943 durch die Alliierten zerstört wurde. Weitere Bilder und Informationen gibt es in den Bänden „Essen im Wandel“ von Detlef Hopp und Baoquan Song.
Hier geht es zur Anmeldung bei der VHS Essen
Der Vortrag am Mittwoch, dem 21. Januar, um 18 Uhr in der Volkshochschule ist Teil ihres Programms zur Essener Stadtgeschichte. Der Eintritt ist frei. Anmeldung und weitere Informationen unter der Kursnummer 252.1B006N auf der Homepage der VHS. Noch gibt es freie Plätze.

