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04.10.2018 10:28    

Wohnungseinbrüche - so könnt Ihr Euch schützen

- Foto: Picture-Factory - Fotolia

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Haustür aufgebrochen, Fenster eingeschlagen, Wertsachen weg - Wohnungseinbrüche bekommen jetzt mit der dunklen Jahreszeit wieder Hochkonjunktur. Ein Allheilmittel gegen mögliche Einbrüche gibt es natürlich nicht, selbst Alarmanlagen und Videokameras schrecken viele Einbrecher nicht mehr ab. Die Einbruchszahlen in Essen gehen zwar zurück. Trotzdem haben wir mit der Polizei Essen gesprochen. Die weiß, was bei Einbrechern am beliebtesten ist.

 

Die gängigsten Einbruchsmethoden sind das auf Kipp gelassene Fenster oder aber das Aufhebeln mit Kleinstwerkzeug. Dafür genügt den Einbrechern meist schon ein einfacher Schraubendreher. Durch Hilfsmittel wie zum Beispiel eine Pilzkopfverdichtung kann man den Einbrechern das Handwerk aber so schwer wie möglich machen.Was immer gegen Einbrecher hilft, ist Licht. Zeitschaltuhren im Garten oder im Haus halten potentielle Einbrecher fern. Auch Alarmanlagen bringen was. Denn auch wenn die Polizei knapp acht Minuten braucht um anzukommen, schreckt der Lärm die Diebe ab. Die meisten ergreifen die Flucht. Übrigens: Die Annahme, dass im Sommer häufiger eingebrochen wird, weil Leute oft durchlüften und die Fenster stänig offenen lassen, stimmt nicht. Die meisten Einbrecher sind in der dunklen Jahreszeit unterwegs. Es gibt aber auch solche, die darauf bauen, dass Wohnungsbewohner tagsüber bei der Arbeit sind und dann zuschlagen.

 

Auf der Security-Messe in Rüttenscheid hat unser Reporter Marcel Kleer ein neues System gefunden, das praktisch "aktiv" in den Einbruch eingreifen kann: eine Nebelkanone. Diese Maschine sieht aus wie ein schmaler, weißer Lautsprecher und kann dezent an der Decke angbracht werden. Sobald der Einbrecher dann die Lichtschranke durchquert, wird binnen Sekunden ein undurchschaubarer Nebel ausgestoßen.

 

Ralf Mittag verkauft solche Systeme und erklärt die Wirkung so: Wenn man mit dem Auto in eine Nebelwand fährt, bremst man auch automatisch ab. Den gleichen Effekt verspricht er sich von der Nebelkanone.

 

Bei Kosten ab 1.000 Euro investieren aber eher Tankstellen oder Banken in diese Systeme - beim eigenen Zuhause hat sich in den letzten Jahre der dicke Panzerriegel an der Haustür durchgesetzt. Der soll an der "Schwachstelle" Haustür dafür sorgen, dass ein schnelles aufbrechen der Tür nicht möglich ist. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten, verrät uns Jorga Burri-Griesloff: Das Problem: Um den Riegel anzubringen, muss man durch die Tür bohren - und die gehört nunmal im Normalfall dem Vermieter. Mit dem müsste man das dann absprechen.

 

Dennoch: Es gibt kein System das 100prozentig vor Einbrechern schützt. Allerdings kann es ja auch schon helfen, sich mit Nachbarn auszutauschen und einfach ein bisschen wachsamer zu sein.




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