Sie sind hier: Essen / Highlights / Staupe-Virus in Essen
 

Staupe-Virus in Essen

Bei uns in Essen sind Fälle der Staupe-Krankheit aufgetreten. Für uns Menschen ist sie zwar ungefährlich, das Virus kann aber auf Hunde übertragen werden.

Häufig wird die Krankheit durch Füchse übertragen. Deswegen haben wir uns auf die Suche nach den Wildhunden mit dem roten Fell gemacht.

Wir haben ihn zwar nicht zu Gesicht bekommen, aber diese Bauten beweisen: Der Fuchs ist hier zuhause.

Der Fuchs in Fischlaken

Vor über zehn Jahren wurde die Tollwut in Deutschland für ausgerottet erklärt. Das hatte die Folge das Wildtiere sich wieder viel vermehren konnten. Auch der Fuchs hat davon profitiert bei uns in Essen. Wir haben mittlerweile nämlich wieder einige. Alleine im Revier in Fischlaken sind es zwischen 30 und 40 Füchse aktuell. Und deshalb hat sich unsere Radio Essen Stadtreporterin Larissa Rosellen auf Fuchs-Safari mit Jäger Heinz Viehausen aus Fischlaken begeben.

Der Fuchs in der Taubenklinik

Einen Fuchs vermuten wir ja persönlich eher im Wald. Es gibt aber auch Stadtfüchse bei uns in Essen. Die leben vielleicht sogar bei euch hinter der Gartenlaube oder in Büschen. Und da die ja auch was essen müssen, jagt er eben auch gerne in Gärten. Elisabeth Peuß, Tierärztin in der Taubenklinik in Katernberg weiß, was auf seinem Speiseplan ganz oben steht.

Und den Fuchs hält auch keine Voliere davon ab sich sein Mittagessen zu holen. Wenn es sein muss angelt er sich den Vogel auch durchs Gitter. Und das passiert immer öfter.

Elisabeth Peuß rät, wenn ihr Vögel im Garten habt, die Voliere einfach doppelt zu verdrahten. Dann kommt kein Fuchs mehr dran. Und wenn ihr Gemüse oder Obst züchtet, besser ein mal mehr abwaschen vorm essen, weil der Fuchs auch Krankheiten übertragen kann wie zum Beispiel einen Bandwurm.

Wie verhält sich der Fuchs?

Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen - Das ist ja meist im Wald. Die Füchse bei uns in Essen suchen sich aber auch ihre Wege in die Städte. Wir haben uns mit dem Jäger Heinz Viehausen in Fischlaken getroffen. In seinem Revier leben zwischen 30 und 40 Füchse. Wir haben Ihn gefragt, ob wir jetzt ein Fuchsgebiet geworden sind.

Ja, die Maus rennt halt auch einfach weg. Das Butterbrot bleibt schön bequem liegen. Und weil das so schön einfach ist, leben die Füchse eben nicht mehr nur im Wald und haben sogar ihre eigene Bezeichnung.

Ist das denn für mich gefährlich, wenn ich einen Fuchs im Garten wohnen habe?

Der Fuchs bei uns in Essen. Er ist also erst mal nicht gefährlich für uns. Auch wenn er unter unserer Gartenlaube wohnt. Nur wenn die Tiere sich Tagsüber zeigen und zutraulich wirken, solltet ihr jemandem Bescheid geben. Dann hat der Fuchs wohl möglich den Staupevirus. Der ist aber nur für Hunde ansteckend.

Interviews mit Spezialisten

In Heidhausen wurde ein toter Fuchs untersucht und darauf hin hat sich herausgestellt, dass das gefährliche "Staupe-Virus" umgeht. Für den Menschen ist das nicht sonderlich gefährlich, kann allerdings beim Hund bis zum Tod führen und ist hoch ansteckend. Wir haben mit Jäger Heinz Viehausen gesprochen, der den Fuchs gefunden hat.

Außerdem haben wir mit Hendrik van Strathen gesprochen, er ist der Amtstierarzt hier in Essen. Er erklärt, was Hundebesitzer jetzt tun sollten und wie gefährlich das Virus ist. Wir haben in den letzten Jahren wieder mehr Füchse in der Stadt, weil sie erfolgreich gegen Tollwut geimpft wurden und sich so gut vermehrt haben.

Im Essener Süden ist ein Fall von Staupe bestätigt worden

Das Veterinäramt hat einen toten Fuchs untersucht, der in Heidhausen gefunden worden war. Das amt bestätigte daraufhin den Verdacht, dass er sich mit dem Staupe-Virus infiziert hatte und daran gestorben ist.

Hundebesitzer machten sich seit Tagen schon Sorgen: Ein Landwirt aus Fischlaken hatte das Thema in die Öffentlichkeit gebracht. Am Montag (11. März '19) postete er bei Facebook einen langen Text, in dem er auf verdächtige, tote Füchse in Werden, Fischlaken und Heidhausen hinwies. Seitdem sorgen sich vor allem Hundebesitzer darum, ob die Tiere an Staupe gestorben sind. In zumindest einem Fall ist das jetzt bestätigt. Deshalb rät die Stadt allen Hundebesitzern, den Impfpass ihres Tieres zu kontrollieren und die Hunde in der ganzen Stadt an die Leine zu nehmen.

Staupe ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die auch bei Hunden oft tödlich verläuft. Für Menschen und Katzen ist sie aber ungefährlich.


Weitersagen und kommentieren
...loading...