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Start des neuen Fahrplans der Ruhrbahn

So sah es am ersten Tag aus

Der neue Fahrplan der Ruhrbahn hatte am 12. Juni 2019 seinen ersten Stresstest. Auf einigen Linien gilt ab demnach an Schultagen ein fünf Minuten-Takt, dafür sind einige Schulbusse weggefallen. Rund 200 Schüler aus Hesingen wollten am ersten Tag des neuen Fahrplans zu ihren Schulen nach Werden und Bredeney. Dafür müssen jetzt am Stadtwaldplatz umsteigen und mit normalen Bussen fahren. Eltern hatten schon im Vorfeld dagegen protestiert.

Durch den fünf Minuten-Takt haben die Schüler aber eine Anschlussgarantie, sagt die Ruhrbahn. Sie hat für den neuen Fahrplan extra neue Busse gekauft und Fahrer eingestellt. Das Geld kommt im Rahmen eines Programmes für besser Luft unter anderem vom Bund.

Radio Essen Verkehrsmann Joshua Windelschmidt hat sich die Situation am Stadtwaldplatz für uns angesehen. Hier ist sein erster Eindruck:

Viel Kritik schon am ersten Schultag

Am neuen Fahrplan der Ruhrbahn gibt es schon am ersten Schultag viel Kritik. Vor allem aus Heisingen haben uns viele Beschwerden erreicht, unter anderem von Annekatrin Küpper-Fahrenberg. Ihre Tochter geht auf das Gymnasium Werden, wurde aber von den ersten beiden Bussen stehen gelassen, weil sie zu voll waren. Ihre Mutter musste sie dann doch mit dem Auto fahren. Morgen will sie versuchen ihre Tochter wieder mit dem Bus zu begleiten und hofft auf Besserung.

Auch weitere Eltern haben sich beschwert, dass der neue Fünf-Minuten-Takt als Ersatz für die Schulbusse nicht funktioniert. Dazu gehört auch Svenja aus Heisingen:

Schon im Mai hatten Schüler und Eltern gegen den neuen Fahrplan protestiert.
...und was sagen die Beteiligten und Verantwortlichen?

Alle fünf Minuten ein Bus. Das ist die Theorie. In der Praxis sah das allerdings ganz anders aus. Das musste auch Thomas Vockel mitbekommen. Sein Sohn musste von der Haltestelle Elsaßstraße in Heisingen über den Stadtwaldplatz zum Goethe-Gymnasium nach Bredeney. Alles völlig überfüllt, das hat er Radio Essen-Moderator Timm Schröder im Gespräch erzählt.

...und was sagt die Ruhrbahn jetzt zu dem Chaos? Gab es vorher anzeichen? Und hätte man das Chaos am Morgen vermeiden können? Radio Essen-Moderator Timm Schröder hat das unseren Nachrichten-Redakteur Stefan Weisemann gefragt.Der weiß, dass die Ruhrbahn schon zurückrudert und neue Pläne hat...

So soll es weitergehen

Nach den Problemen mit dem neuen Fahrplan rudert die Ruhrbahn zurück. Eine Sprecherin hat inzwischen die Radio Essen-Informationen bestätigt, dass ab Montag (17. Juni) der Schulbus von Heisingen nach Werden wieder eingesetzt wird.

Die Ruhrbahn hat die Pendlerströme der Schüler offenbar falsch eingeschätzt - und die Entscheidung, den Schulbus nach Werden wieder einzusetzen schon getroffen, bevor es die großen Probleme gab. Das hat die Ruhrbahn einigen Eltern am Tag zuvor schon wohl gesagt. Damit wäre zumindest das größte Problem des neuen Fahrplans vorläufig gelöst.

Die Ruhrbahn hatte für den neuen Fahrplan mehrere Schulbusse gestrichen und stattdessen auf einigen Linien einen Fünf-Minuten-Takt für die Schüler eingeführt. Die Busse in Heisingen waren zum Start des neuen Fahrplans aber so voll, dass viele Schüler einfach an der Haltestelle stehen gelassen wurden.

Möglicherweise gibt es bald auch Entlastung Richtung Bredeney. Auch der E40 soll laut Ruhrbahn wieder eingesetzt werden, sobald genug Fahrer dafür bereit stehen.

Für eine Stellungnahme zu der Kritik und ein Interview steht die Ruhrbahn aber nach eigener Aussage nicht zur Verfügung (Stand 12. Juni 19).

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