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Gefährliche Stechmücken

Das helle, leise Summen nachts am Ohr und schon geht das Licht an und die Mückenjagd los! Die große Plage in der Sommerzeit.

Auffällig im Moment: Mückenstiche sind nicht mehr nur klein und jucken etwas. Bei vielen schwellen die Stiche gleich dick an, werden rot und oft helfen nur noch Antibiotika. Wie bei unserem Moderator Christian Bannier.

Das liegt an speziellen Mückenarten. Wir haben Infos und Tipps zusammengestellt und auch in unserer Servicesendung über Mücken und Hausmittel gegen die Stiche gesprochen. 

Die Kriebelmücke ist hier in Europa heimisch und kommt besonders an Flüssen vor. Der warme März hat dafür gesorgt, dass die Kriebelmücken dieses Jahr schon viel früher geschlüpft sind und ihr Unwesen treiben.

Das fiese an der Kriebelmücke: sie "hobelt" quasi mit ihrem Steckrüssel ein Loch in unsere Haut. Das ist dann mehr ein Biss, als ein Stich. Der Rüssel ist aber oft nicht sauber und dadurch gelangen Keime und Bakterien in unser Blut und die Wunde entzündet sich. Dazu sondert die Kiebelmücke eine Substanz ab, die Blutergüsse auslöst und natürlich starken Juckreiz.

Was tut ihr bei fiesen Mückenstichen?

Apotheker Rolf-Günther Westhaus empfiehlt Kühlen...

Tipps gegen die Kriebelmücke

Die Stiche bzw. Bisse der Kriebelmücke jucken besonders fies. Je nach Schwellung kann das auch richtig weh tun. Im Schlimmstfall übertragen die Kriebelmücken auf Krankheiten. Bei einem "normalen" Stich hilft hier aber besonders gut Kokosöl oder Schwarzkümmelöl. Das lindert den Juckreiz, desinfiziert und hemmt die Entzündung.

Die Tigermücke ist eigentlich in Asien oder auch Südamerika zuhause. Mittlerweile kommt sie aber immer mehr nach Europa, zum Beispiel reist sie auf alten Autoreifen oder Ähnliches mit. Forscher glauben, dass die Tigermücke bis 2050 in ganz Europa zu finden sein wird. Der Klimawandel und die schwülen Tage bei uns lassen die Tigermücke hier überleben.

Sie ist oft am Tag aktiv und liebt das Stechen. Dabei kann sie tropische Krankheiten übertragen, z.B. den Zika-Virus oder Denguefieber. Zum Glück ist es bei uns in Deutschland für diese Erreger aber noch zu kalt. Trotzdem schwellen die Stiche der Tigermücke oft stark an und können sich entzünden.

Tipps gegen die Tigermücke

Die Tigermücke liebt stehende Gewässer, also zum Beispiel Eure Gießkannen mit Wasser, Regentonnen oder Gartenteiche. Da können die Weibchen am besten brüten. Gießkannen solltet Ihr also am besten immer leer aufbewahren, auf Regentonnen verzichten oder sehr gut abdecken. Wenn Ihr einen Teich habt, dann immer gut mit dem Kescher säubern und möglichst nicht zu nah dran sitzen.

Allgemein gilt:

Zur Vorbeugung von Mückenstichen hilft natürlich immer eine Schicht Anti-Brumm oder andere Insektenschutzcremes. Solltet Ihr aber erwischt werden und der Stich schwillt extrem an oder entzündet sich, geht am besten in die Apotheke oder gleich zum Arzt. Damit ist nicht zu spaßen.

Seit 2012 sammeln Forscher Mückenarten, die in Deutschland vorkommen. Sie wollen ihr Verhalten erforschen und auch, ob und welche Krankheiten die Mücken übertragen können. Dazu könnt auch Ihr Mücken einfangen, einfrieren und dann in einem Becher an die Forscher schicken.

Hier geht es zum Mückenatlas.

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