Sie sind hier: Essen / Highlights / Bombenfunde in Essen / Bombenfunde 2019 / Erneute Bombe auf Essen 51
 

Erneute Bombe auf Essen 51

An der Helenenstraße im Nordviertel, Grenze Bochold/Altenessen, auf dem Gelände von "Essen 51" ist schon wieder ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei Radio Essen bringen wir Euch immer auf den neuesten Stand. Außerdem könnt Ihr alles hier im Live-Ticker nachlesen!

Die Stadt richtet bei Bombenentschärfungen ein Info-Telefon ein. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen müssen ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Die Bottroper Straße muss gesperrt werden, auf der Baustelle "Essen 51" liegt der Blindgänger.
Auch ein Hotel muss dicht machen für heute.

Montag, 11.03.19:

18:23 Uhr: Gute Nachrichten: Die Bombe ist entschärft! Die Sperrungen werden jetzt nach und nach aufgehoben und die Straßen freigegeben.

17:37 Uhr: Die Entschärfung beginnt!

17:29 Uhr: Die Bottroper Straße ist gesperrt, rund um das Gelände bilden sich schon Staus. Am besten umfahrt ihr das Gebiet im Nordviertel weiträumig.

17:10 Uhr: Die Ruhrbahn hat eine Informationsseite mit Details zu den Umleitungen der Bahn- und Buslinien veröffentlicht.

17:07 Uhr: Der innere Evakuierungskreis wird nun auch abgesperrt.

16:59 Uhr: Die Bottroper Straße wird in den kommenden Minuten gesperrt.

16:36 Uhr: Der Berthold-Beitz-Boulevard scheint nun dicht gemacht zu werden, berichtet unserer Reporter vor Ort.

16:22 Uhr: Noch sind Bottroper Straße und Berthold-Beitz-Boulevard nicht gesperrt. Es sieht so aus, als würden sie mitten im Berufsverkehr dicht gemacht werden.

15:51 Uhr: Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen hat unserem Reporter Tobi Bitter ein Interview zur aktuellen Lage gegeben. Darin verrät er auch, was das Besondere dieser Bombe ist und warum es auf "Essen 51" wohl nicht die letzte sein wird. Hier geht es zum Interview

15:42 Uhr: Aktuell werden die Sperrungen eingerichtet. Allzu lange kann es also nicht mehr dauern, bis die Entschärfung beginnt.

15:26 Uhr: Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen sagt, dass für den Entschärfer Licht geplant ist. Die Entschärfung kann also bis abends dauern.

15:15 Uhr: Beeinträchtigungen Ruhrbahn: Auf den Straßenbahnlinien 101 und 106 und auf den Buslinien 140, 166, 196 sowie SB16 kommt es zu Umleitungen. Hier findet Ihr alle aktuellen Einschränkungen.

15:08 Uhr: Jetzt ist eine Betreuungsstelle eingerichtet: In der Hauptverwaltung des ASB, Richterstraße 20.

14:56 Uhr: Mittlerweile sind rund 150 Helfer im Einsatz. Diese kümmern sich vor allem um die Evakuierung und laufen von Bürogebäude zu Bürogebäude, weil einige Firmen telefonisch wohl nicht erreichbar sind.

14:53 Uhr: Nun fahren die Lautsprecherwagen durch die Straßen und evakuieren die Wohnhäuser bzw. Bürogebäude.

14:40 Uhr: Unser Reporter berichtet, dass die Evakuierung gut voranschreitet und sich die Büros zügig leeren.

14:22 Uhr: Rund 100 Helfer sind im Einsatz und bereiten sich auf die Entschärfung vor.

14:20 Uhr: Im äußeren Kreis sind 7667 Menschen betroffen. Sie dürfen das Haus nicht verlassen und müssen Fenster und Türen geschlossen halten.

14:12 Uhr: Die Stadt hat den Evakuierungsplan veröffentlicht (siehe oben).

13:47 Uhr: Es müssen im inneren Kreis lediglich zwei Anwohner evakuiert werden -- allerdings einige Unternehmen und ein Hotel. Darunter auch Autohäuser und Bäcker Peter. Außerdem wird das Sportbad Thurmfeld um 15 Uhr schließen.

13:44 Uhr: Es handelt sich um eine Bombe mit Aufschlagzünder, die Entschärfung kann länger dauern.

13:37 Uhr: Die Stadt hat ein Bürgertelefon eingerichtet, bei dem Ihr Euch für Informationen melden könnt: 0201 1238 888

13:26 Uhr: Die Stadt Essen hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der unter anderem steht:

Im Evakuierungsradius von 500 Metern befinden sich hauptsächlich Gewerbebetriebe. Im Umkreis von 500 Metern bis 1000 Metern sollten sich Betroffene während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen, oder den Keller aufsuchen. Auch in diesem Bereich rät das Ordnungsamt, Kraftfahrzeuge vorsorglich von der Straße zu entfernen.

Eine Betreuungsstelle wird noch eingerichtet. Das Ende der Entschärfung wird durch Lautsprecherwagen der Polizei durchgegeben. Radio Essen wird ebenfalls das Ende der Entschärfung auf UKW 102.2 bekannt geben.

Mit Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr ist zu rechnen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

13:25 Uhr: Der Blindgänger liegt an der Kreuzung Bottroper Straße/Helenenstraße und muss noch heute entschärft werden, sagt die Stadt.

13:23 Uhr: Es handelt sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe, also hat sie ein Gewicht von einer halben Tonne.

13:21 Uhr: Zufall ist es nicht, dass auf dem Gelände von "Essen 51" Bomben liegen. Denn dort stand während des Zweiten Weltkrieges eine Fabrik von Krupp, die stark bebombt wurde. Aktuell entsteht dort ein kleiner Stadtteil mit modernen Wohnungen, Büros und Parks.

13:10 Uhr: Auch bei uns im Radio-Programm und in den Nachrichten halten wir Euch auf dem Laufenden. Im Auto empfangt Ihr uns auf der Frequenz 102,2 und 105,0. Oder Ihr schaltet das Webradio ein. Unser Reporter ist vor Ort und berichtet.

13:00 Uhr: Bei der letzten Bombe mussten die Bottroper Straße und der Berthold-Beitz-Boulevard gesperrt werden. Da diese am Abend entschärft worden war, betraf es nur wenige Autofahrer. Heute könnte sie unter Umständen den Berufsverkehr treffen.

12:50 Uhr: Weil die Bombe in einem Gewerbegebiet liegt, müssen eigentlich nur wenige Anwohner evakuiert werden. Allerdings wiegt diese 500 Kilo und ist damit größer als die letzte. Deshalb wird auch der Radius der Sperrung größer. Eine genaue Karte mit den Sperrungen und dem Evakuierungsbereich gibt es aber noch nicht.

12:46 Uhr: Der Blindgänger liegt wohl in der Nähe der letzten Bombe, die am vergangenen Donnerstag entschärft wurde.

12:36 Uhr: Aktuell bespricht sich der Krisenstab. Es kann sein, dass der Blindgänger diesmal größer ist, als beim letzten Mal. Das würde bedeuten, dass auch der Evakuierungsradius größer wird. Die Bestätigung steht noch aus.

12:20 Uhr: Die Mitarbeiter einer Firma in der Nähe der Bombe müssen gegen 14 Uhr raus aus dem Gebäude.

12:18 Uhr: Die Feuerwehr Essen bestätigt einen Blindgänger-Fund auf dem Gelände der Baustelle "Essen 51" im Nordviertel, Grenze Bochold/Altenessen.

Allgemeine Infos zu Bombenentschärfungen:

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

Das könnte Euch auch interessieren:

Weitersagen und kommentieren
...loading...