Sie sind hier: Essen / Highlights / Bombenfunde in Essen / Bombenfunde 2019 / Bombe in Bedingrade
 

Bombe in Bedingrade

An der Bezirkssportanlage "Am Wasserturm" in Bedingrade wurde am Montagmittag ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die 250-Kilo-Bombe musste noch am selben Tag entschärft werden. Um 18:26 wurde sie dann erfolgreich "unschädlich" gemacht.

Alle wichtigen Infos findet ihr hier nochmal zum nachlesen.

Die Stadt richtet bei Bombenentschärfungen ein Info-Telefon ein. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte wurden geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

18:26 Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. Vielen Dank an alle Helfer

18:00 Die Entschärfung beginnt in diesen Minuten

 

 

17:55 Die Lichtanlage der Feuerwehr steht. Sobald der äußere Kreis zugezogen ist - und die Kontrollgänge durchgeführt wurden kann mit der Entschärfung begonnen werden. 

17:45 Das Flutlicht an der Sportanlage funktioniert nicht - eventuell wurden die Kabel bei den Bauarbeiten beschädigt. Die Feuerwehr hat einen Generator zur Fundstelle transportiert und baut nun eine eigene Beleuchtung auf

17:30 bis jetzt wurden 10 Krankentransporte durchgeführt. Es sind mittlerweile 23 Personen in der Betreuungsstelle. Die Durchsagen im äußeren Kreis beginnen - die Ruhrbahn stellt den Betrieb im betroffenen Bereich auf den Linien 105, 143 und 185 ein.

17:20 Der Innere Kreis ist zugezogen. Die Einsatzkräfte sind auf ihrem ersten Kontrollgang.

17:15 Folgende Haltestellen entfallen aufgrund der Bombenentschärfung bei der Ruhrbahn:

 

  • 105: Die (H) Abzweig Aktienstraße bis Frintroper Höhe entfallen in beide Richtungen.
  • 143: Die (H) Kreyenkrop bis Hagedornstein entfallen in beide Richtungen.
  • 185: Die (H) Rabenhorst bis Triftstraße entfallen in beide Richtungen.

 

17:05 Auf der Sportanlage werden bald die Flutlichter eingeschaltet. Damit ist eine ausreichende Beleuchtung für die Entschärfer sichergestellt. 

16:45 die Evakuierung im inneren Kreis läuft weiter. Aktuell befinden sich nur zwei Menschen in der Betreuungsstelle  in der Altfriedschule an der Frintroper Str. 432a.

16:30 Die Buslinie 143 wird bereits umgeleitet, da sie im inneren Kreis verkehrt. Es entfallen drei Haltestellen. Die Buslinie 185 und die Straßenbahnlinie 105 fahren im äußeren Kreis und werden erst kurz vor der Entschärfung eingestellt bzw. umgeleitet.

16:25 Aktuell sind 165 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt im Einsatz.

16:00 Das Ordnungsamt beginnt mit der Evakuierung im inneren Kreis.

15:45 Der Blindgänger, in rund zwei Metern Tiefe, ist bereits freigelegt. Es wird bald mit der Evakuierung durch das Ordnungsamt begonnen. Die ersten Lautsprecherwagen sind bereits vor Ort. Für eine ausreichende Beleuchtung während der Entschärfung wird das Flutlicht des Sportplatzes sorgen.

15:05 rund 600 Menschen müssen im inneren Kreis evakuiert werden. Im äußeren sind mehr als 3400 Menschen betroffen. Sie sollen sich während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen, oder den Keller aufsuchen..

Zwischen 250 und 500 Metern Entfernung von der Fundstelle solltet Ihr Fenster und Türen geschlossen halten. Die Stadt rät geparkte Autos aus dem gesamten Evakuierungsbereich zu entfernen. 

15:03 Die Stadt richtet eine Betreuungsstelle in der Altfriedschule an der Frintroper Str. 432a ein.

15:00 Der britische Fünf-Zentner-Blindgänger ist zufällig bei Bauarbeiten auf der Sportanlage entdeckt worden. Sie hat einen Aufschlagzünder und muss noch heute entschärft werden.

Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von 250 Metern um die Bombenfundstelle werden bis zum Ende der Entschärfung aus den Wohnungen evakuiert. Auch die Grundschule Bedingrade, die städtische Kindertagesstätte Am Kreyenkrop/ Familienzentrum Bedingrade und mehrere Kleingartenvereine sind betroffen.

14:30 An der Bezirkssportanlage "Am Wasserturm", Frintroper Str. 306  in Bedingrade ist ein Blindgänger gefunden worden. Die Weltkriegsbombe muss noch heute entschärft werden.

Genaueres zum Evakuierungsbereich ist noch nicht bekannt, der Krisenstab der Stadt berät zur Zeit.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

Das könnte Euch auch interessieren:

Weitersagen und kommentieren
...loading...