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Bombe auf Essen 51

An der Helenenstraße in Bochold auf dem Gelände zu Essen 51 ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei Radio Essen bringen wir Euch immer auf den neuesten Stand. Außerdem könnt Ihr alles hier im Live-Ticker nachlesen!

Die Stadt richtet bei Bombenentschärfungen ein Info-Telefon ein. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Die Sperrstellen wurden festgelegt: Im inneren Kreis sind keine Anwohnerinnen und Anwohner betroffen. Nur das IBIS-Hotel sowie zwei weitere Bürogebäude müssen evakuiert werden. 

Innerhalb des äußeren Rings zwischen 250 und 500 Metern sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten. 

Wegen der Entschärfung kommt es im Essener Norden zu Sperrungen und Umleitungen.

Liveticker von Montag, den 29.04.2019:

16:39 Uhr: Vielen Dank an die Helfer: Rund um die Entschärfung waren etwa 140 Kräfte von Feuerwehr, Ordnungsamt, RGE, Polizei, Ruhrbahn, den Stadtwerken und den Hilfsorganisationen im Einsatz. Die Betreuungsstelle in der Richterstraße hat niemand aufgesucht, Krankentransporte mussten ebenfalls nicht organisiert werden. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger haben das Bürgertelefon in Anspruch genommen.

Auch die Stadt Essen bedankt sich bei allen Beteiligten für den erfolgreichen Einsatz.

16:36: Die Bombe Bochold wurde erfolgreich entschärft. Die Sperrungen werden jetzt auch in Kürze aufgehoben.

16:09 Uhr: Die Entschärfung beginnt. Dabei können Knall- und Sprenggeräusche zu hören sein.

16:03 Uhr: Durch die Bombenentschärfung kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Unter anderem werden Teile der Bottroper Straße, der Helen- und Zollstraße gesperrt.

15:54 Uhr: Auch die Sperrstellen im inneren Kreis werden jetzt zugezogen.

15:29 Uhr: Die Sperrstellen im äußeren Kreis werden jetzt geschlossen.

15:04 Uhr: Die Lautsprecherdurchsagen im äußeren Kreis laufen.

14:58 Uhr: Die Ruhrbahn-Linien 166, 196 und der SB 16 sind von der Entschärfung betroffen sowie eventuell die Fernbusse, die Fans zum Rot-Weiss Essen-Spiel bringen.

Vom Essener Hauptbahnhof kommend werden die Linien über die Bottroper Str., den Berthold-Beitz-Boulevard, die Pferdebahnstr., über die Haus-Berge-Str., die Hafenstraße und dann wieder auf die Bottroper Str. umgeleitet.

Folgende Haltestellen werden während der Vorbereitungen und der Zeit der Entschärfung nicht mehr angefahren:

  • Gewerbepark M1.
  • Friedrich-Lange-Str.
  • Bamler Servcice Park
  • M1 Gießereiweg
  • M1 Tenderweg

14:58 Uhr: Eine Informationshotline wurde eingerichtet. Unter können sich Bürgerinnen und Bürger ab sofort unter (0201) 123 88 88 informieren.

14:48 Uhr: Die Shuttlebusse zum Spiel von Rot-Weiss Essen (20:15 Uhr) fahren wie geplant.

Der Blindgänger liegt hinter dem Hügel auf "Essen 51".

14:43 Uhr: Insgesamt wird die Stadt 14 Sperrstellen an den Straßen einrichten.

14:40 Uhr: Es sind keine Menschen im inneren Kreis betroffen, aber rund 770 Menschen im äußeren Kreis. Unter anderem die Mitarbeiter von Atlas Copco müssen ihren Arbeitsplatz räumen.

14:32 Uhr: Noch läuft der Verkehr, vor allem auf der Bottroper Straße ist noch viel los. Die Absperrungen stehen noch nicht.

14:13 Uhr: Das in der Nähe liegende Hotel "Ibis" wurde laut Stadt bereits evakuiert.

14:12 Uhr: Es wird eine Betreuungsstelle beim Arbeiter-Samariter-Bund an der Helenenstraße/Zeche Amalie (Richterstraße 20) eingerichtet.

14:10 Uhr: Der Blindgänger liegt wohl in der Nähe der letzten Bomben, die bereits auf dem Gelände entschärft wurden.

14:00 Uhr: Es sollen bei dieser Entschärfung schnelle und mobile Sperrstellen (z.B. Autos) eingerichtet werden. Die Stadt hofft auf eine schnelle Entschärfung.

13:50 Uhr: Aktuell bespricht sich der Krisenstab. Laut Stadt sind nur wenige Anwohner im Umkreis betroffen.

13:45 Uhr: Mögliche Beeinträchtigungen bei der Ruhrbahn: Auf den Straßenbahnlinien 101 und 106 und auf den Buslinien 140, 166, 196 sowie SB16 könnte es wieder zu Umleitungen kommen.

13:40 Uhr: Der Blindgänger wurde heute bei Bauarbeiten zu Essen 51 gefunden. Der Fünf-Zentner-Blindgänger hat einen Säurezünder und muss noch heute entschärft werden.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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