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Bombe (7.5) im Ostviertel

An der Burggrafenstraße im Ostviertel sind am 07.05.2019 zwei Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei Radio Essen gab es alle wichtigen Infos. Außerdem könnt Ihr alles hier im Live-Ticker nochmal nachlesen!

 

 

Alle Anwohner, die im inneren Kreis (250 Meter vom Fundort) wohnen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte wurden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings (500 Meter vom Fundort) sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Die beiden Blindgänger sind erfolgreich entschärft

Dienstag, 07.05.2019

15:00 Uhr: Beide Blindgänger wurden erfolgreich entschärft. Die Straßensperren werden jetzt nach und nach wieder freigegeben.

14:30 Uhr: Die Entschärfungen beginnen. Da beide Bomben nacheinander entschärft werden, kann es länger dauern "als gewohnt"

14:20 Uhr: Die erste Bombe ist eine amerikanische Fliegerbombe, die zweite eine britische

14:10 Uhr: Da beide Bomben nur wenige Meter auseinander liegen, werden sie nacheinander entschärft. Der Evakuierungsradius ändert sich nicht

14:00 Uhr: Beim zweiten Blindgänger handelt es sich ebenfalls um eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg

13:50 Uhr: Auf der gleichen Baustelle ist eine weitere Weltkriegsbombe entdeckt worden. Beide Blindgänger werden hintereinander entschärft. Der zweite Blindgänger liegt nur wenige Meter entfernt.

13:40 Uhr: Die Straßen und Zufahrten werden durch das Ordnungsamt gesperrt

Die Straßen werden nach und nach gesperrt.
Die Straßen im Ostviertel sind mittlerweile leer. Foto: Marcel Kleer / Radio Essen

13:20 Uhr: Die Sperrstellen werden nach und nach zugezogen

13:15 Uhr: Die Mitarbeiter vom Ordnungsamt überprüfen die Häuser im inneren Kreis. Dort darf sich während der Entschärfung niemand aufhalten. Der Verkehr auf der Hauptstraße läuft im Moment noch - bevor die Entschärfung beginnt, werden auch alle Straßen gesperrt

13:05 Uhr: Bei CarboTech werden die Mitarbeiter in den frühen Feierabend geschickt. Auch die Tankstelle hat jetzt geschlossen

12:50 Uhr: Bisher wurden acht Krankentransporte für die Evakuierung durchgeführt. In der Betreuungsstelle ist es sehr ruhig: sechs Personen haben sie bisher aufgesucht

12:40 Uhr: Der heutige Fundort war einer von drei Probestellen. Es wurde hier bei den Bauarbeiten bewusst nach Blindgängern gesucht

12:25 Uhr: Die Sperrstellen werden besetzt. Das Ordnungsamt führt weiter Lautsprecherdurchsagen im inneren und äußeren Kreis durch

12:00 Uhr: Rund um die Elisenstraße läuft weiterhin die Evakuierung. Die Lautsprecherwagen vom Ordnungsamt sind unterwegs

11:45 Uhr: Wir haben mit Evonik gesprochen: Die müssen ihre Maschinen  komplett runter fahren. Das sind unter anderem Rührkessel in denen Chemie hergestellt wird. Das dauert etwas, ist aber keine Sache von vielen Stunden

11:30 Uhr: Bei Evonik und CarboTech müssen gleich Maschinen herunter gefahren werden. Während die Bombe entschärft wird, wird bei Evonik keine Chemie hergestellt, heißt es

11:20 Uhr: Die ersten Lautsprecherwagen vom Ordnungsamt sind unterwegs. Damit beginnt die Evakuierung

11:15 Uhr: Die Recyclingstation Elisenstraße wird ab 12 Uhr nicht mehr erreichbar sein

11:00 Uhr: Folgende Buslinien der Ruhrbahn sind von der Entschärfung betroffen: 160/ 161/ 166/ 154/ 155. Während der Entschärfung werden die Linien umgeleitet.

  •  Die Linien 160/ 161 werden ab Huttropstraße über Steeler Straße, Herkulesstraße, Goldschmidtstraße, Stoppenberger Straße auf die Ernestinenstraße geführt (gilt für beide Richtungen).
  • Die Linie 166 fährt ab Steeler Straße über die Krayer Straße, auf die A40 bis Abfahrt Steele und von dort über die Steeler Straße bis zum Rathaus (gilt für beide Richtungen).
  • Die Linien 154/ 155 werden ab Rathaus über die Schützenbahn, Essener Straße, Stoppenberger Straße, Ernestinenstraße über die Langemarckstraße umgeleitet (gilt für beide Richtungen).

10:50 Uhr: Folgende Bahnlinien werden während der Entschärfung voraussichtlich betroffen sein:

  • RE 2: Düsseldorf – Duisburg – Essen – Gelsenkirchen – Recklinghausen – Münster
  • RE 42: Mönchengladbach – Krefeld – Essen – Gelsenkirchen – Recklinghausen – Haltern – Münster
  • S 2: Essen – Herne – Dortmund

Die Strecke zwischen Essen Hbf und Gelsenkirchen Hbf wird für die Dauer der Entschärfung komplett gesperrt.

Die Fundstelle im Ostviertel. Foto: Marcel Kleer / Radio Essen
Das Gelände, auf dem der Blindgänger gefunden wurde. Foto: Marcel Kleer / Radio Essen


10:40 Uhr: Die Bürgerhotline zum Bombenfund ist eingerichtet und ab sofort unter 0201-1238888 erreichbar

10:20 Uhr: Im inneren Kreis befindet sich auch das Amt für Straßen und Verkehr. Es muss evakuiert werden.

10:10 Uhr: wir sind mit einem Reporter vor Ort

10:00 Uhr: Innerhalb des äußeren Kreis verlaufen zwei Bahnstrecken. Außerdem sind einige Firmen betroffen: Unter anderem der TÜV und Evonik

09:50 Uhr: In der städtischen Förderschule "Am Steeler Tor" an der Gustav-Hicking-Straße wird die Betreuungsstelle eingerichtet.

09:45 Uhr: Laut Stadt befinden sich im inneren Kreis (250 Meter) 695 Personen, im äußeren Evakuierungskreis (500 Meter) 1565 Personen

09:40 Uhr: Der Blindgänger ist bei Bauarbeiten für ein Logistik-Zentrum entdeckt worden. Aktuell tagt der Kriesenstab der Stadt Essen

09:35 Uhr: Die Fünf-Zentner-Bombe (250 Kilogramm) hat einen Aufschlagzünder und muss noch heute entschärft werden

09:30 Uhr: Auf der Burggrafenstraße Ecke Elisenstraße ist heute bei Sondierungsarbeiten ein Blindgänger gefunden worden.

 

 

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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