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Bombe (22.5.) im Ostviertel

Im Essener Ostviertel wurde ein Blindgänger gefunden. Der Kampfmittelräumdienst hat die Fünf-Zentner-Bombe aus dem II. Weltkrieg noch am gleichen Tag entschärft. Bei Radio Essen gab es wie immer alle wichtigen Infos.

 

 

Alle Anwohner, die im inneren Kreis (250 Meter vom Fundort) wohnen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte wurden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings (500 Meter vom Fundort) sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Diese 5-Zentner-Bombe wurde im Ostviertel gefunden und entschärft.

14:56 Uhr: Von den fünf Verdachtspunkten konnte wurdeeiner noch nicht untersucht. Dafür muss iInnerhalb eines städtischen Gebäudes eine Bodenplatte aufgebohrt werden, um weitere Sondierungsarbeiten ausführen zu können. Dies wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

14:47 Uhr: Rund 10 Personen wurden in der Betreuungsstelle in der Schule am Steeler Tor versorgt,  insgesamt drei Krankentransporte mussten durchgeführt werden. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger haben das Bürgertelefon in Anspruch genommen.

14:42 Uhr: Nach der Entschärfung werden die Einsatzkräfte in Kürze die Straßensperrungen aufheben und die Ruhrbahn wird die umgeleiteten Linien wieder fahrplanmäßig fahren lassen. Auch die angehaltenen Bahnen der Deutschen Bahn werden dann wieder Fahrt aufnehmen.

In diesem Loch wurde die Bombe gefunden.

14:40 Uhr: Die Bombe wurde erfolgreich entschärft.

14:15 Uhr: Die Entschärfung beginnt jetzt.

14:11 Uhr: Auf dem Gelände gibt es aktuell fünf Verdachtspunkte, an denen Bomben vermutet werden und wurden. Einer davon ist die Bombe, die heute entschärft wird, an drei Stellen wurden sogenannte Stabhandbomben gefunden. die konnten relativ einfach entfernt werden. Die fünfte wird unter dem Keller eines städtischen Gebäudes vermutet. Das ist allerdings noch bewohnt, außerdem befinden darin Büros des Straßenverkehrsamts. Eventuell müssen dort Bohrungen durch die Bodenplatte durchgeführt werden.

14:03 Uhr: Der Radio Essen-Hörer Thomas meldet Stillstand auf der Frillendorfer Straße in Richtung Stadtmitte. Wegen der Absperrmaßnahmen ist ein Durchkommen nur schwer.

13:54 Uhr: Verwirrung um Zahlen: In Essen wurden in diesem Jahr schon zwölf Bomben gefunden. Dies ist aber erst die zehnte Entschärfung in 2019 - zwei Bomben hatten keinen Zünder und konnten somit einfacher entfernt werden.

Ordnungsamt und Hilfskräfte sind im Einsatz

13:45 Uhr: Die Stadt sagt, dass in wenigen Minuten alle Sperrstellen, also der innere und äußere Kreis geschlossen seien.

13:40 Uhr: Die Stadt sagt, dass alle Sperrstellen in wenigen Minuten geschlossen seien.

13:41 Uhr: Der innere Kreis ist zugezogen.

13:34 Uhr: Dies ist schon die zehnte Entschärfung in 2019.

13:23 Uhr: Im Rahmen der heutigen Entschärfung sind rund 140 Hilfskräfte von Feuerwehr, Ordnungsamt, Polizei, Stadtwerke Essen, Deutsche Bahn, RGE und anderen Hilfsorganisationen im Einsatz.

13:19 Uhr: Der erste Evakuierungsdurchgang ist bereits erfolgt, der zweite startet in Kürze.

13:18 Uhr: Helfer haben bisher zwei Krankentransporte in die Betreuungsstelle in der Schule am Steeler Tor durchgeführt. Weitere Besucherinnen und Besucher in der Bereuungsstelle gibt es laut Stadt nicht.

13:17 Uhr: Die Sperrstellen im inneren Kreis sind besetzt. Die im äußeren Kreis sollen in Kürze folgen.

13:16 Uhr: Die S2 sowie der RE2 und RE42 verkehren im äußeren Bereich zwischen den Haltepunkten Essen-Hauptbahnhof und Kray-Nord. Während der Entschärfung wird die Strecke gesperrt und der Bahnverkehr angehalten.

13:15 Uhr: Auch Buslinien der Ruhrbahn sind von der Entschärfung betroffen. Die Linien 160, 161, 166, 154 und 155 werden während der Entschärfung umgeleitet:

Hier soll eine Kindertagesstätte entstehen. Bei den Sondierungsarbeiten davor wurde die Bombe gefunden.

12:57 Uhr: Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort unter der Informationshotline (0201) 123 88 88 informieren.

12:45 Uhr: Auch Verbindungen der Deutschen Bahn sind von der entschärfung betroffen: die Entschärfung hat Auswirkungen auf die Züge der Linien S2 und RE42. Der Fernverkehr ist nicht betroffen.

12:35 Uhr: Es laufen bereits erste Lautsprecherdurchsagen des Ordnungsamtes.

12:29 Uhr: Im inneren Kreis befinden sich auch "Die Boje". Die führt führt unterschiedliche Maßnahmen und Projekte zur persönlichen und beruflichen Bildung von jungen Menschen durch. Gleich in der Nachbarschaft liegt die Firma CarboTech.

12:27 Uhr: Die Recyclingstation der Entsorgungsberiebe Essen GmbH (EBE) an der Elisensraße ist auch betroffen. Die Annahmestelle wird in Kürze gschlossen.

12:21 Uhr: Im inneren Kreis werden insgesamt sieben Sperrstellen besetzt, im äußeren 21.

12:20 Uhr: Im inneren Kreis sind rund 244 Menschen betroffen, im äußeren 1791 Menschen.

12:07 Uhr: Der Evakuierungsplan ist online.

12:02 Uhr: Das Ordnungsamt bittet ortskundige Autofahrer, den Bereich zu umfahren.

11:57 Uhr: Eine Anlaufstelle wird in der Schule am Steeler Tor, Gustav-Hicking-Straße, eingerichtet.

11:52 Uhr: Die Stadt Essen meldet einen Bombenfund im Essener Ostviertel. auf der elisenstraße, Höhe Hausnummer 76 wurde ein Blindgänger gefunden. Die Fünf-Zentner-Bombe aus dem II. Weltkrieg wird noch heute entschärft.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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