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Bombe in Rüttenscheid

In Rüttenscheid an der Henri-Dunant-Straße wurde am Mittwochmittag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die 250-Kilo-Bombe musste noch am selben Tag entschärft werden. Um 18:53 Uhr war die Bombe entschärft. Alle wichtigen Infos findet Ihr hier nochmal zum Nachlesen.

Die Stadt richtet bei Bombenentschärfungen ein Info-Telefon ein. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte wurden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

18:54 Uhr: Die Bombe ist entschärft! Vielen Dank an alle Helfer! 

18:20 Uhr: Die Entschärfung startet. 

18:07 Uhr: Eine Person im Evakuierungsbereich weigert sich ihre Wohnung zu verlassen. Die Einsatzkräfte leiten gerade entsprechende Maßnahmen ein um auch die entsprechende Person zu evakuieren. 

17:47 Uhr: Die A52 ist jetzt gesperrt. 

17:24 Uhr: Der äußere Sperrbereich wird zugezogen. Die A52 wird gleich zwischen dem Dreieck Essen-Ost und Rüttenscheid gesperrt. 


17:10 Uhr:
In der Betreuungsstelle in der Käthe-Kollwitz-Schule sind inzwischen etwa 50 Menschen. Die Einsatzkräfte haben bereits 20 Krankentransporte durchgeführt, vier weitere fehlen noch. 

16:43 Uhr: Der zweite Kontrollgang im inneren Bereich läuft. 

16:19 Uhr: Betroffen von der Sperrung ist auch die Ruhrbahn. Bei den Linien 145, 146, 160, 161 und SB 19 entfallen die Haltestellen Karolinenstraße, Martinstraße, Paulinenstraße, Rosastraße und Walpurgisstraße.  

16:07 Uhr: Der innere Kreis ist zugezogen, es sind aber noch ein paar Menschen im Sperrbereich, die Evakuierung ist da aber noch nicht abgeschlossen. 

15:10 Uhr: Der innere Bereich wird gleich abgesperrt. Heißt: Es kommt dann niemand mehr rein und alle, die noch im inneren Bereich sind werden aufgefordert ihn jetzt zu verlassen. 

14:14 Uhr: Die Evakuierung im inneren Bereich hat begonnen. 260 Kräfte sind im Einsatz. 

14:08 Uhr: Wie Ihr auf der Karte erkennen könnt liegt die A52 im äußeren Bereich. Sie wird also für den Zeitpunkt der Entschärfung gesperrt zwischen dem Dreieck Essen-Ost und Rüttenscheid. 

14:00 Uhr: Inzwischen ist klar, welcher Bereich evakuiert wird. Unter anderem wird auch das Hotel an der Müller-Breslau-Straße geräumt. Einzige Gäste ist eine Gruppe Sportler, die im Moment alle schwimmen sind und danach direkt an die Betreuungsstelle verwiesen werden. 

13:27 Uhr: Das Schwimmzentrum Rüttenscheid wird heute um 15 Uhr schließen. 

13:25 Uhr: Etwa 930 Anwohner müssen ihre Häuser verlassen, weitere 2400 Menschen liegen im äußeren Evakuierungsbereich, das heißt: Fenster und Türen während der Entschärfung geschlossen halten. 

12:50 Uhr: Eigentlich wollte sie zur Wassergymnastik - da war aber wegen der Bombenentschärfung schon geschlossen. Deshalb hat eine Essenerin ihre selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen den Helfern von Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelräumdienst gegeben - und an unsere Reporterin! :-) Zusätzlich hat das DRK Kaffee vorbeigebracht. Zumindest unsere Reporterin Anne Schweizer ist im Moment gut versorgt. 

12:02 Uhr: Wer aus seiner Wohnung raus muss und nicht weiß, wo er stattdessen hingehen soll kann zur Betreuungsstelle der Stadt an der Käthe-Kollwitz-Schule an der Christinenstraße. Diese wird gerade eingerichtet. 

12:00 Uhr: So wie es aussieht muss die A52 während der Entschärfung gesperrt werden.

11:50 Uhr: Die Bombe wurde zufällig von einem Baggerfahrer in dem Neubaugebiet gefunden. Es handelt sich um eine amerikanische Bombe mit Aufschlagzünder. 

10:30 Uhr: Der Krisenstab setzt sich jetzt zusammen und bespricht den weiteren Ablauf. Klar dürfte aber schon sein, dass die A52 für die Entschärfung gesperrt werden muss. Außerdem liegen voraussichtlich das Schwimmzentrum Rüttenscheid und ein Hotel im Sperrungsbereich. Die Ruhrbahn könnte mit den Buslinien 145 und 146 betroffen sein, genaue Informationen gibt es da aber noch nicht.

10:05 Uhr: An der Henri-Dunant-Straße in Rüttenscheid ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe muss noch heute entschärft werden. 


Alle Anwohner im Umkreis von 250 Metern müssen während der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen, auch Betriebe, die in diesem Bereich liegen müssen geräumt werden. Zwischen 250 und 500 Metern Entfernung von der Fundstelle solltet Ihr Fenster und Türen geschlossen halten. Die Stadt rät geparkte Autos aus dem gesamten Evakuierungsbereich zu entfernen. 

Genaues zum Evakuierungsbereich ist noch nicht bekannt, der Krisenstab der Stadt arbeitet gerade an einem Evakuierungsplan. 

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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