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Bombe in Leithe

In Leithe an der Lange Straße 48 wurde am Dienstagmittag ein Bombenblindgänger gefunden. Es handelte sich um eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, sie musste noch am gleichen Tag entschärft werden. Alle wichtigen Infos findet Ihr hier in unserem Live-Ticker.

Die Stadt hat auch wieder ein Info-Telefon eingerichtet. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte wurden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Dienstag, 27.11.2018:

18:10 Uhr: Die Entschärfung in Zahlen: Laut Stadt Essen waren von dem Bombenfund insgesamt rund 3100 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen. Rund 1000 Personen davon mussten evakuiert werden. Helfer haben über 100 Personen in der Betreuungsstelle im Evangelischen Gemeindezentrum an der Leither Straße versorgt. Insgesamt haben die Helfer 25 Krankentransporte durchgeführt. Rund 130 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

18:08 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst hat die Bombe erfolgreich entschärft. Die gesperrten Straßen werden jetzt nach und nach wieder freigegeben. auch die Anwohner können nach und nach wieder in ihre Häuser zurückkehren.

17:58 Uhr: Auch am Essener Hauptbahnhof staut es sich: Wegen der ausgefallenen Züge gibt es lange Schlangen an den Infoständen der Deutschen Bahn und der Ruhrbahn.

17:40 Uhr: Die Entschärfung beginnt jetzt.

17:24 Uhr: Auch die Betreuungsstelle im evangelischen Gemeindezentrum auf der Leither Straße findet regen Anklang: rund 100 Menschen warten dort die Evakuierung ab.

17:12 Uhr: Helfer haben bisher 25 Menschen in Krankentransporten aus dem Gefahrangebiet evakuiert. 

16:50 Uhr: So leer ist die A40 selten. Sie ist jetzt zwischen Essen-Kray und Bochum-Wattenscheid-West in beiden Richtungen gesperrt. Auch im Bahnverkehr wird es später Einschränkungen geben.

16:31 Uhr: Die A40 wird jetzt zwischen Essen-Kray und Bochum-Wattenscheid-West gesperrt.

15:38 Uhr: Die Sperrstellen im inneren Bereich sind zugezogen, die Evakuierung läuft.

15:30 Uhr:
Bei der Bahn kann es Einschränkungen bei der S2, den Regionalzügen und vereinzelt auch im Fernverkehr geben. 

15:10 Uhr: Jetzt steht fest, welcher Teil der A40 von der Entschärfung betroffen ist. Während der Entschärfung wird die Autobahn in beide Richtungen gesperrt zwischen Essen-Kray und Wattenscheid-West.

15.00 Uhr:
Die Buslinie 147 ist von den Sperrungen betroffen. Voraussichtlich fahren sie ab ca. 16 Uhr nur noch bis zur Haltestelle Kray Nord Bf.

14:30 Uhr: Die Betreuungsstelle im Evangelischen Gemeindezentrum an der Leither Straße 33 ist jetzt eingerichtet.

14:17 Uhr:
Von den Straßensperrungen im Evakuierungsbereich wird später auch ein Teil der A40 betroffen sein, Details konnte die Feuerwehr Essen dazu aber noch nicht nennen, da gerade noch am Evakuierungsplan gearbeitet wird.

14:15 Uhr:
 Wer nicht weiß, wo er während der Entschärfung hin soll, weil er seine Wohnung verlassen muss: Im Evangelischen Gemeindezentrum an der Leither Straße 33 richtet die Stadt eine Betreuungsstelle ein.

14:10 Uhr: Die Bombe wurde bei Bauarbeiten an neuen Abwasserleitungen gefunden. Vorher gab es Sondierungsarbeiten an Punkten, wo die Stadt Blindgänger befürchtet hat. 


13:55 Uhr: An der Lange Straße in Leithe ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe muss noch heute entschärft werden. 

Alle Anwohner im Umkreis von 500 Metern müssen während der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen, auch Betriebe, die in diesem Bereich liegen müssen geräumt werden. Zwischen 500 und 1000 Metern Entfernung von der Fundstelle solltet Ihr Fenster und Türen geschlossen halten. Die Stadt rät geparkte Autos aus dem gesamten Evakuierungsbereich zu entfernen. 

Genaues zum Evakuierungsbereich ist noch nicht bekannt, der Krisenstab der Stadt arbeitet gerade an einem Evakuierungsplan. 

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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