Sie sind hier: Essen / Highlights / Bombenfunde in Essen / Bombenfunde 2018 / Bombe in Borbeck
 

Bombe in Borbeck

In Borbeck wurde ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Bei Radio Essen halten wir Euch in solchen Situationen immer auf dem neuesten Stand. Ihr alles hier im Live-Ticker nachlesen!

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen müssen ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Quelle: Stadt Essen

Mittwoch, 11.07.2018:

16:18 Uhr: Was für ein Schietwetter. Gut, dass es vorbei ist. Kommt alle gut nach Hause und habt einen ruhigen Rest-Mittwoch.

16:15 Uhr: Über 200 von Euch haben bei der Bürgerhotline angerufen. Jetzt kehrt wieder Ruhe ein. Die Busse und Straßenbahnen können jetzt auch wieder normal fahren. Es kann aber noch zu einzelnen Verspätungen kommen.

16:08 Uhr: Auf dem Foto seht Ihr die Bombe und das Entschärfer-Team.

16:04 Uhr: Insgesamt waren von dem Bombenfund rund 4.800 Anwohner und zahlreiche Schüler aus den angrenzenden Schulen betroffen. Rund 1.400 Personen mussten ihr Heim verlassen. Knapp 70 Personen wurden in der Betreuungsstelle in der Turnhalle des Don-Bosco-Gymnasiums versorgt. Insgesamt wurden 20 Krankentransporte durchgeführt.

15:57 Uhr: Alles ist gut gegangen. Vielen Dank an alle Beteiligten und Helfer. Langsam werden die Sperrungen aufgehoben und alle Anwohner dürfen wieder nach Hause.

15:55 Uhr: Der Blindgänger ist erfolgreich entschärft worden!

15:33 Uhr: Während der Entschärfung herrscht gerade angespannte Stille rund um die Hülsmannstraße in Borbeck. Wir könnten eine Nadel fallen hören.

15:25 Uhr: Die Entschärfung beginnt!

15:22 Uhr: Es sind rund 200 Kräfte im Einsatz. Vielen Dank dafür. Wie immer, tolle Arbeit!

15:20 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen sind abgeschlossen. Die Entschärfung des Blindgängers kann jetzt beginnen.

15:17 Uhr: Juhu! Jemand hat Pizza an die Helfer und Wartenden gespendet. Lecker. So kann man die Wartezeit rumkriegen. Alle lassen es sich gerade schmecken und warten, dass die Entschärfung losgeht. Hoffentlich gehts danach schnell wieder nach Hause (immerhin gut gefüllt).

15:06 Uhr: Im Moment laufen noch letzte Kontrollgänge durch das Ordnungsamt. Außerdem gibt es noch einige Krankentransporte. Ältere- und gebrechliche Anwohner schaffen es allein nicht aus der Wohnung.

14:59 Uhr: Gerade fängt es an zu schütten. Ansonsten ist die Stimmung in Borbeck ruhig. Alle warten, dass es endlich losgeht. In der Betreuungsstelle sind größtenteils ältere Anwohner. Auch unsere Reporterin wartet dort.

14:32 Uhr: Die Betreuungsstelle am Don-Bosco-Gymnasium ist ziemlich leer. Im Moment sind dort mehr Helfer als zu betreuende Personen in der Sporthalle. Die Evakuierung läuft weiter nach Plan und geht relativ schnell und problemlos bis jetzt sagt die Stadt.

14:30 Uhr: Die Ruhrbahn meldet: Während des Zeitraums der Sperrung und bis zur Freigabe durch die Polizei kommt es zu folgenden Einschränkungen: 

Linie 101/ 106 von Essen Hbf kommend fährt nur bis zur (H) Leimgardtsfeld.

Linie 103 von Steele kommend fährt nur bis zur (H) Germaniaplatz.

Linie 170 wird aktuell umgeleitet zwischen (H) Sulterkamp und Rechtstraße. Folgende Haltestellen entfallen: Heegstraße, Schraeplerstraße, Leimgardtsfeld, Germaniaplatz, Philippusstift, Otto-Brenner-Straße, Wolfsbankring.

Linie 186, wird umgeleitet zwischen (H) Neuköln und Rechtstraße. Folgende Haltestellen entfallen: Donnerstraße, Kuhlmannsfeld, Leimgardtsfeld, Germaniaplatz, Philippusstift, Otto-Brennerstraße und Wolfsbankring.

14:18 Uhr: Beide Sperrstellen-Bereiche sind jetzt zu. Die Evakuierung läuft aber noch. Außerdem wird es noch einen zweiten Kontrollgang geben.

14:15 Uhr: Wenn die Sperrstellen des äußeren Kreises zu sind, darf sich während der Entschärfung niemand mehr draussen aufhalten. Die Anwohner müssen in den Gebäuden bleiben, Fenster und Türen müssen verschlossen sein. Das gilt auch für das Krankenhaus Philippusstift.

14:14 Uhr: Auch unsere Reporterin darf jetzt nicht mehr in den inneren Kreis. Da dürfen sich jetzt nur noch die Sprengstoff-Experten aufhalten.

14:06 Uhr: Die Ruhrbahn darf ab jetzt nicht mehr fahren. Die betroffenen Straßenbahnen und Buslinien werden umgeleitet.

13:53 Uhr: Die Sperrstellen des inneren Kreises sind jetzt zu! Die äußeren Sperrstellen werden jetzt langsam auch zugezogen. Für die Ruhrbahn bedeutet das, dass sie ab jetzt bald ihre Busse und Straßenbahnen umleiten müssen. Alle halten sich bereit.

13:35 Uhr: Im Moment werden noch Anwohner evakuiert. Die Stadt rechnet damit, dass in den nächsten zehn Minuten die Sperrstellen des inneren Kreises geschlossen werden. In der Betreuungsstelle sind aktuell erst 10 Menschen aus der Umgebung und warten.

13:15 Uhr: Unsere Reporterin meldet sich schon den ganzen Vormittag vom Fundort. Sie war bei der Evakuierung der Schulen dabei. Aber nicht nur Menschen wurden heute evakuiert. Ein paar arme Kätzchen mussten auch aus dem Haus. Und das hat denen gar nicht gefallen!

Die Anwohner nehmen es mit Humor. Schnell alles zusammenpacken und raus. Hilft ja nix!

13:07 Uhr: Während der Entschärfung werden außerdem folgende Linien umgeleitet: Die Straßenbahn 101/106, die 103 und auch die Busse 170/186.  Schon jetzt kann es auf diesen Linien zu Verspätungen kommen.

13:05 Uhr: Die Ruhrbahn ist auch von dem Blindgängerfund betroffen. Der Bus 185 kommt ab der Haltestelle Stensbeckhof jetzt schon später. In beide Fahrtrichtungen verspätet sich der Bus im Moment um eine Viertelstunde. Während der Entschärfung wird er gar nicht fahren dürfen.

12:59 Uhr: Die Realschule ist jetzt geschlossen. Alle Schüler haben das Gebäude verlassen. Einige sind schon zuhause, manche sind in der Auffangstelle. Einige Klassen sind auf einem Ausflug.

12:40 Uhr: So sieht es im Moment am Fundort in Borbeck aus. Die Schulen leeren sich langsam aber sicher. Das Ordnungsamt ist noch unterwegs. Unsere Reporterin sagt, dass die Realschule schon fast leer ist.

12:37 Uhr: Unsere Reporterin Anne Schweizer spricht vor Ort mit Eltern, die ihre Kinder früher von der Schule abholen. Kinder die nicht nach Hause können, kommen in die Betreuungsstelle. Manche machen einen Ausflug.

Lehrer & Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule nehmen den Fund gelassen. Da ist unsere Reporterin kurz sprachlos ;-)!

12:21 Uhr: Die Kinder in der Mittagsbetreuung (OGS) an der Realschule, machen einen Ausflug ins Schloss Borbeck und sind damit weiterhin betreut und beschäftigt. Eltern müssen sich also keine Sorgen machen, wenn sie ihre Kinder noch nicht abholen können.

12:18 Uhr: Um halb eins ist Schulschluss für die Schüler an der Geschwister-Scholl-Realschule, am Don-Bosco-Gymnasium und an der Grundschule Dionysius.

12:16 Uhr: An der Realschule läuft es entspannt. Unsere Reporterin berichtet, dass Eltern nach und nach kommen um ihre Kinder abzuholen. Bis jetzt läuft die Evakuierung schnell und alles geht nach Plan.

12:09 Uhr: Die Evakuierung startet. Das Ordnungsamt fährt durch den inneren Kreis und macht Durchsagen.

12:05 Uhr: Die Betreuungsstelle ist jetzt offen. Sie ist in der Turnhalle des Don-Bosco-Gymnasiums eingerichtet worden und über den Schulhof zu erreichen. Alle Anwohner, die ihre Häuser verlassen müssen, dürfen dort warten. Es gibt Getränke und auch etwas zu essen. Der Weg zur Betreuungsstelle ist ausgeschildert.

11:58 Uhr: Unsere Reporterin ist vor Ort und macht sich einen Eindruck. Bei uns bekommt Ihr alle Infos zur Evakuierung und zur Entschärfung.

11:56 Uhr: Der Fundort des Blindgängers (Foto). Der ist während der Überprüfung eines Verdachtspunktes an der Geschwister-Scholl-Realschule, Hülsmannstraße 46, gefunden worden. Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg haben die Experten vermuten lassen, dass sich dort eine Bombe befinden könnte. Um welchen Zünder es sich bei der Bombe handelt und wie genau entschärft wird, ist noch nicht klar 

11:54 Uhr: Laut Radio Essen-Hörern und Eltern haben die Kinder heute schon um 12 Uhr Schule aus.

11:52 Uhr: Eine Betreuungsstelle wird im Don-Bosco-Gymnasium eingerichtet. Die Einrichtung läuft zur Zeit noch.

11:41 Uhr: Von der Evakuierung sind 1362 Personen (im inneren Kreis) betroffen.

11:24 Uhr: Anwohnerinnen und Anwohner, Schülerinnen, Schüler und Belegschaft der Geschwister-Scholl-Realschule und des Gymnasiums Borbeck, Prinzenstraße 46, sowie die Kindertageseinrichtung an der Armstraße im Umkreis von 250 Metern um die Bombenfundstelle werden bis zum Ende der Entschärfung evakuiert.

11:22 Uhr: Der Blindgänger ist 5-Zentner schwer. Er soll noch heute entschärft werden. 

11:20 Uhr: Die Stadt bestätigt, dass der Blindgänger an der Geschwister-Scholl-Realschule an der Hülsmannstraße liegt.

11:10 Uhr: Unsere Radio Essen-Reporterin ist auf dem Weg zum Fundort. Von dort aus berichtet sie live für Euch.

10:52 Uhr: Die Bombe ist bei Probe-Bohrungen gefunden worden. Die Stadt sucht regelmäßig nach Blindgängern an Verdachts-Orten.

10:50 Uhr: Zwei Tage vor den Sommerferien noch so ein Stress. Vielleicht dürfen die Schüler heute früher freimachen. 

10:47 Uhr: Die Bombe liegt wahrscheinlich auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Realschule an der Hülsmannstraße sagen uns mehrere Radio Essen-Hörer.

10:38 Uhr: Der Krisenstab der Stadt tagt gerade. Im Moment ist noch nicht genau bekannt, wo der Blindgänger liegt und welcher Umkreis evakuiert werden muss.

10:34 Uhr: In Borbeck ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würdet Ihr Euch das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

Das könnte Euch auch interessieren:

Weitersagen und kommentieren
...loading...