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Bombe an der Messe in Rüttenscheid

An Messe in Rüttenscheid ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe an der Nobertstraße muss noch heute entschärft werden. Bei Radio Essen bringen wir Sie immer auf den neuesten Stand. Außerdem können Sie alles hier im Live-Ticker nachlesen!

Die Stadt richtet bei Bombenentschärfungen ein Info-Telefon ein. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen müssen ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

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Mittwoch, den 16.05.2018:

23:09 Uhr: Die Bombe ist entschärft! Die Sperrungen werden aufgehoben und alle Anwohner können wieder nach Hause. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte und den Kampfmittelräumdienst!

22:26 Uhr: Das Ordnungsamt hat die Kontrollen beendet - jetzt beginnt die Entschärfung.

22:15 Uhr: Es gibt noch einen letzten Krankentransport und einige Kontrollgänge. Sobald die abgeschlossen sind, kann die Entschärfung beginnen.

21:10 Uhr: Der zweite Kontroll-Rundgang im inneren Kreis ist abgeschlossen. Im äußeren Kreis kommt es aber immer wieder zu Problemen, weil sich nicht alle Menschen luftschutzmäßig verhalten. Zum Beispiel in den Kneipen auf der Rü. 

20:50 Uhr: Derzeit sind ca. 50 Personen in der Betreuungsstelle, Schwimmzentrum Rüttenscheid. 230 Einsatzkräfte sind heute Abend im Einsatz.

20.10 Uhr: Die A52 ist jetzt gesperrt.  In Richtung Dortmund könnt ihr ab Bergerhausen auf die A52 fahren, in Richtung Düsseldorf erst ab Kettwig.

19:50 Uhr: Die Polizei bereitet jetzt die Sperrung der A52 vor.

19:45 Uhr: Der erste Evakuierungs-Rundgang des Ordnungsamts war erfolgreich. Jetzt startet noch ein zweiter Kontrollgang durch den inneren Kreis. Gleichzeitig sperrt die Stadt den äußeren Kreis.

19:15 Uhr: Noch ist unklar, wann die Entschärfung beginnt und der Verkehr auf der A52 angehalten wird. Die Busse und Bahnen fahren aber inzwischen schon Umwege. Betroffen sind die U11, 101, 106, 108 und die Busse 141 und 160/161.

18:50 Uhr: Aktuell läuft die Evakuierung auf Hochtouren. Aber erst, wenn auch wirklich kein Mensch mehr im inneren Kreis ist, kann die Bombe entschärft werden.

18:25 Uhr: Die Evakuierung im inneren Kreis hat begonnen.

18:11 Uhr: Der innere Kreis wird jetzt abgeriegelt. Wer jetzt noch dort ist, sollte sofort seine Wohnung räumen.

18:08 Uhr: Folgende Bahnen fahren Umleitungen

Linie U11: von Gelsenkirchen kommend, fährt nur bis Essen Hbf.
Linie 101: fährt nur zwischen dem Germaniaplatz und dem Rüttenscheider Stern.
Linie 108: in Richtung Bredeney, endet am Rüttenscheider Stern.
Buslinien 160 / 161: werden umgeleitet, zwischen der Paulinenstraße und dem Holsterhauser Platz (in beide Richtungen).
Buslinie 142: wird zwischen Stadtwaldplatz und Bredeneyer Friedhof umgeleitet  (in beide Fahrtrichtungen).

18.00 Uhr: Im äußeren Kreis beginnt die Stadt jetzt auch mit den Lautsprecherdurchsagen. Die Anwohner dort müssen Fenster und Türen geschlossen halten und dürfen das Haus nicht verlassen.

17:55 Uhr: Im inneren Kreis informiert die Stadt gerade über Lautsprecher alle Anwohner, dass sie ihre Häuser verlassen müssen.

17:50 Uhr: Schlechte Nachrichten für alle Autofahrer - die A52 wird für die Evakuierung zwischen Essen-Süd und Essen-Haarzopf gesperrt. In Richtung Dortmund fahrt ihr ab Bergerhausen auf die A52, in Richtung Düsseldorf erst ab Kettwig.

17:14 Uhr: Ab sofort ist ein Evakuierungsplan verfügbar. Ihr findet ihn über dem Live-Ticker.

17:11 Uhr: Die Info-Hotline der Stadt ist ab sofort erreichbar. Unter 0201-123 8888 erfahrt ihr zum Beispiel, ob eure Straße betroffen ist.

17:09 Uhr: Das Grugabad muss um 17.30 Uhr schließen und alle Menschen werden aufgefordert, das Bad zu verlassen.

 

16:55 Uhr: Der Grugapark ist jetzt geschlossen und lässt auch keine Besucher mehr rein, berichtet unser Reporter. Alle Besucher mussten den Park verlassen:

16:51 Uhr: Wer im Umkreis von 500 Metern um den Fundort wohnt, muss seine Wohnung verlassen ("innerer Kreis"). Im äußeren Kreis bis 1.000 Metern müssen Anwohner Türen und Fenster schließen und dürfen das Haus während der Entschärfung nicht verlassen.

16:25 Uhr: Die Stadt richtet gerade eine Betreuungsstelle im Schwimmzentrum Rüttenscheid an der Von-Einem-Straße 77 ein. Zugang ist über die Turnhalle des Helmholtz-Gymnasiums.

16:14 Uhr: Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Evakuierung. Die Stadt, die Polizei und die Feuerwehr planen gerade den inneren und äußeren Kreis - eine Karte gibt es noch nicht.

15:40 Uhr: Die Stadt überlegt noch, ob auch das Grugabad evakuiert werden muss. fest steht schon jetzt, dass das Hundertwasserhaus nicht von der Evakuierung betroffen ist. Eine Karte mit dem inneren und äußeren Kreis gibt es aktuell noch nicht.

15:33 Uhr: Die Stadt überlegt noch, ob die Auffahrt und Teile der A52 während der Entschärfung gesperrt werden müssen. Die Bahnen U11, 101, 106, 107 und 108 sowie die Busse 142 und 160 / 161 können nicht ihre gewohnte Route fahren. Sie werden umgeleitet oder fallen vorübergehend aus.

15:28 Uhr: Mehr als 11.000 Anwohner leben im äußeren Kreis um den Blindgänger (1.000 Meter um die Bombe). Im inneren Kreis wohnen ca. 2.300 Menschen.

15:25 Uhr: Inzwischen steht fest, dass neben der Messe und dem Kongresshaus auch der Grugapark, das Atlantic-Hotel, E.ON und die Polizei an der Norbertstraße evakuiert werden müssen. Denn sie befinden sich im inneren Kreis (weniger als 500 Meter von der Bombe entfernt). Die Tiere müssen aber im Grugapark bleiben.

15:20 Uhr: Es handelt sich um eine amerikanische Zehn-Zenter-Bombe, die besonders tief liegt. Sie befindet sich zwischen Messe-Ost und dem Kongresszentrum. Dort findet gerade der Ärztekongress statt.

15:05 Uhr: Laut der Feuerwehr Essen wird der Grugapark geschlossen. Das Klinikum Essen muss aber nicht evakuiert werden.

14:50 Uhr: An der Messe in Rüttenscheid ist ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Die Weltkriegsbombe muss noch heute entschärft werden.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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