Wilke-Wurst gab es auch in Essen

Auch bei uns in Essen gab es Produkte der hessischen Firma Wilke. Unter anderem wurden Wurstwaren über Zwischenhändler an die Uniklinik und die Mensen der Uni Duisburg-Essen geliefert. Sie haben die betroffenen Produkte direkt entsorgt.

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Uniklinik Essen tauschte nach Wilke-Skandal Wurst aus

Die Uniklinik Essen wurde am 02.10. von ihrem Caterer "Klüh" über möglicherweise mit Keimen belastete Salami informiert. Daraufhin tauschte die Klinik mehr als 1.100 Abendessen durch ein Frühstück aus. Teilweise wurde auf Kosten der Klinik Pizza für einige Patienten bestellt. Die Uniklinik sagt, sie habe alle Waren entsorgt, die möglicherweise belastet waren. Die Firma Klüh habe bereits am nächsten Tag Waren bei einem anderen Metzger bestellt.

Uni Duisburg-Essen hatte rohen Schinken von Wilke

Die Uni Duisburg-Essen bekam rohen Schinken von einem Zwischenhändler, der den Schinken beim hessischen Hersteller Wilke gekauft hatte. Die Uni wurde am 02. Oktober von ihrem Händler informiert und hat den Schinken daraufhin ins Kühlhaus gesperrt und nicht in den Verkauf gebracht. Insgesamt 12kg Schinken wurden aus dem Verkauf genommen, die Menge für eine Woche, sagte die Uni auf Radio Essen-Nachfrage. Da die Brötchen täglich frisch belegt werden, sei der Schinken von Wilke nicht in Kontakt mit dem Tagesgeschäft gekommen, heißt es. Im Moment liegt der Schinken noch in "Quarantäne" an der Uni, da unklar ist, wer für den Schaden aufkommt.

Essener Kantinen der RGE nicht von Wilke-Wurst betroffen

Die RGE Servicegesellschaft Essen sagt, sie habe kein Fleisch oder Wurst der Firma Wilke bezogen. Sie bekommen ihre Fleisch- und Wurstwaren von einem regionalen Metzger aus Oberhausen und von mehreren Großhändlern, u.a. aus Velbert. Die RGE beliefert unter anderem die Kantine im Rathaus, das Essener Technologie- und Entwicklungs-Centrum, die Philharmonie sowie diverse Essener Kindertagesstätten und Schulen.

METRO nimmt diverse Wurst-Produkte von Wilke aus dem Verkauf

Der Großhändler METRO hat direkt am 02. Oktober fünf Produkte aus dem Verkauf genommen. Wer zu dem Zeitpunkt Produkte von Wilke im Einkaufswagen hatte, konnte sie an der Kasse nicht bezahlen und mitnehmen. Außerdem werden vorsichtshalber bereits verkaufte Artikel der Firma Wilke zurückgenommen, der Kaufpreis erstattet, heißt es von der METRO. Dafür hat die METRO alle Kunden per Telefon oder Post informiert. Ob und in wie weit mit Keimen belastete Wurst im Essener Großmarkt verkauft wurde, ist nicht klar.

Mehr Infos rund um den Wilke-Wurst-Skandal

Seit Anfang Oktober wurde vom Verzehr von Produkten der Metzgerei Wilke abgeraten. Viele Produkte wurden zurückgerufen. Auch bei IKEA wurden Wurstwaren aus dem Sortiment genommen. Die Verbraucherzentrale fordert mehr Klarheit für Kunden. Die Stadt Essen kontrolliert jetzt, ob die Händler Waren von Wilke aus dem Programm genommen haben und verkaufte Produkte zurücknehmen. Informationen findet Ihr auch bei der Lebensmittelwarnung des Bundes.

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