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Weltfrauentag: Wie Mädchen in Essen das erste Mal aufs Gymnasium gehen konnten
© Pixabay/freestocks-photos
Dass Mädchen in Essen aufs Gymnasium gehen können, war noch vor gar nicht allzu langer Zeit nicht möglich.
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Weltfrauentag: Wie Mädchen in Essen das erste Mal aufs Gymnasium gehen konnten

Am Weltfrauentag geht es um Gleichberechtigung, unter anderem in der Bildung. Heute ist es für uns in Essen normal, dass Mädchen genauso wie Jungen aufs Gymnasium gehen können - aber das ist noch gar nicht so lang der Fall und hat viel Einsatz gefordert.

Veröffentlicht: Samstag, 07.03.2026 10:19

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Wann konnten Mädchen in Essen das erste Mal aufs Gymnasium?

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In Essen konnten die ersten Mädchen 1904 aufs Gymnasium gehen. Doch bis dahin war viel Arbeit notwendig. Bis ans Ende des 19. Jahrhunderts blieb es Mädchen verwehrt, aufs Gymnasium zu gehen. Die ersten Vereine gründeten sich zu dieser Zeit im Deutschen Kaiserreich und dann auch in Essen, um für Gleichberechtigung, unter anderem in der Bildung, einzustehen. In Essen wurde dann 1902 der Verein „Frauenwohl“ gegründet, aus Frauen des Essener Bürgertums bestehend. Der Verein machte sich vor allem für bessere Bildungs- und Berufschancen für Frauen und Mädchen stark. Anhängerin Bertha Marcus konnte schließlich beim preußischen Kulturminister eine Genehmigung zur Gründung der ersten Gymnasialklasse für Mädchen in Essen erwirken. Und im Jahr 1904 besuchten dann die ersten Mädchen in Essen das Gymnasium. 

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Schülerinnen aus Essen sind überrascht

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Anlässlich des Weltfrauentags haben wir mit Schülerinnen des letzten Mädchengymnasiums in Essen gesprochen. Amalia (17), Gina (16) und Alicia (15) waren alle negativ überrascht darüber, dass Mädchen in Essen erst vor etwa 120 Jahren zum ersten Mal auf das Gymnasium gehen konnten.

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Lea Szymanski Gina, Amalia und Alicia im Radio Essen-Interview
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Von Essen bis in die Welt: Wichtigkeit des Weltfrauentags

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Seitdem Mädchen das erste Mal aufs Gymnasium gehen durften, hat sich viel getan. Frauen und Mädchen sind heute gleichberechtigter als je zuvor, so die UN. Gleichzeitig bleibe der Fortschritt „zu langsam, zu fragil und ungleichmäßig“. Auch heute gilt: Frauen wird ihr Recht auf Bildung häufiger verwehrt. 

Angesichts dieser und weiterer Ungleichheiten sehen die drei Schülerinnen weiterhin eine große Wichtigkeit im Weltfrauentag. 

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Lea SzymanskiAmalia und Alicia zur Wichtigkeit des Weltfrauentags
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